Wenn das Hirnwasser zu warm wird


Einen “Vorgeschmack” auf die heraufziehende globale Erwärmung um 5-6 Grad erlebt zur Zeit Indien.

Es ist in der heutigen (27.5.) Außenansicht einem SZ-Gastbeitrag zu verdanken, der uns deutlich vor Augen führt, dass es für gemeinsame globale Gegenmaßnahmen schon fast zu spät ist.

Denn alle bis jetzt verabredeten – unverbindlichen – Maßnahmen zum anstehenden Pariser-Protokoll sind völlig unzureichend, um wirksam einer Erwärmung von 5-6 Grad bis zum Ende des Jahrhunderts vorzubeugen.

Folglich werden die extremen Wetterumstürze global zunehmen und den Menschen schrittweise die Lebensgrundlage entziehen.

Der Natur freilich kann es egal sein. “Jeder rette sich, so gut er kann!” Ach, Klimakanzlerin a.D.!
mkv

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Von Ulrich Grober
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Interview mit dem Autor

Zitat:

Grober: Ich beziehe mich da auf eine Formulierung von Albert Schweitzer, der von der „Fähigkeit, vorauszuschauen und vorzusorgen“ sprach. Das ist für mich eine schöne Formel für Nachhaltigkeit. Und der britische Thronfolger Prinz Charles, der „grüne Prinz“, warf vor Jahren mal die Frage auf, ob nicht „tief in unserem menschlichen Geist die Fähigkeit schlummere, nachhaltig (sustainably) im Einklang mit der Natur zu leben?“ Ja, genau das ist die Frage. Aber natürlich ist Ihre Skepsis nicht unberechtigt. In den letzten zwei Jahrzehnten schwappte eine machtvolle Welle über den Globus, die in die Gegenrichtung lief. Die Jagd nach den knapper werdenden Ressourcen, nach kurzfristiger Rendite, die Gier, die organisierte Verantwortungslosigkeit wurden zur Leitkultur. Die Globalisierung im Zeichen des Dollars schien übermächtig. Aber diese Welt der Beschleunigung ist nicht lebbar, nicht lebenswert. Es ist, um dieses Wort zu verwenden, buchstäblich weltfremd, zu meinen, das könne auf Dauer so weiter gehen. Mir scheint, seit den diversen Katastrophen der letzten Jahre ist diese Welle gebrochen. Zumindest ebbt sie ab. Die neue Welle rollt an. Die UNO startet beispielsweise gerade weltweit eine neue Kampagne für „green economy“ – naturnahes, nachhaltiges Wirtschaften. Die fängt an bei den Aufforstungen in den Dürregebieten Afrikas oder den Projekten der „Barfuß“-Ökonomie in den armen Regionen Lateinamerikas. Oder nehmen Sie den Boom, der unter dem Etikett „Lohas“ in den reichen Ländern stattfindet. Ein „lifestyle of health and sustainability“, also ein gesunder und nachhaltiger Lebensstil wird mehr und mehr zum Leitbild. Man muss das nicht in allen Erscheinungsformen hochjubeln. Aber die Koppelung von „gesund“ und „nachhaltig“ finde ich wertvoll. Was gut für Leib und Seele ist, ist auch gut für die Umwelt – und umgekehrt. Hier rückt Ökologie auf einmal in den Horizont des wohlverstandenen Eigeninteresses. Und daran schließt sich die Frage an: Was brauche ich wirklich? Mit Weniger auszukommen, aber damit die Fülle des Lebens zu erfahren und zu genießen – das scheint mir der Königsweg.

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