Warum die Insekten sterben


SZ

Auch die Krefelder Studie aus dem Jahr 2017, durch die das Insektensterben überhaupt erst ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gekommen ist, deutet darauf hin: Demnach ist die Biomasse aller fliegenden Insekten in weiten Teilen Deutschlands innerhalb von 27 Jahren um 76 Prozent zurückgegangen.

Das große Ganze ist gefährdet. Der Schwund der Insekten quer über alle Arten hinweg kann nach Meinung mehrerer an dem Schwerpunkt beteiligten Autoren ganze Ökosysteme aus dem Gleichgewicht bringen, aus verschiedenen Gründen: Zum einen sind Insekten Nahrungsgrundlage für viele andere Tiere, deren Überleben ebenfalls gefährdet ist, wenn sie nicht mehr genug zu fressen finden. Zum anderen spielen Insekten eine essenzielle Rolle dabei, dass die Böden fruchtbar und das Wasser sauber bleiben. Ohne sie würden die Stoffkreisläufe in der Natur zusammenbrechen. Ein Beispiel dafür sind im Boden lebende Insekten, die dazu beitragen, dass Blätter und Holz kompostiert und der Dung anderer Tiere entfernt wird. Die Ernährung des Menschen könnte durch den massenhaften Schwund von Insekten gefährdet werden, die Obst- und Nussbäume sowie Gemüse bestäuben.

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