Stellt die Wöhrde endlich unter Schutz !!

Bereits am 16. 09. 1993 - unter der Regentschaft der OB Christa Meier - beschloss der Umweltausschuss, ein Verfahren zur Unterschutzstellung der Auenbereiche entlang der Donauuferarme einschließlich Schwabelweise-Aue einzuleiten. Die Verwaltung wurde beauftragt, ein Pflege- und Entwicklungskonzept zu erarbeiten. Es ist Aufgabe des Stadtrats, für die Umsetzung seiner Beschlüsse Sorge zu tragen.

Rechtsgrundlage

Der Schutz von Flächen und einzelnen Bestandteilen der Natur in Stadtamhof (Wöhrde) kann nach dem Bayerischen Naturschutzgesetz (BayNatSchG) erfolgen. Einschlägig ist Art. 12 BayNatSchG. Danach können Teile von Natur und Landschaft auf den Wöhrden zum Schutz der Tier- und Pflanzenwelt und wegen ihrer Bedeutung für die Entwicklung bzw. Erhaltung des Biotopverbundsystems in Regensburg als Landschaftsbestandteile geschützt werden.

Als Folge einer solcher Unterschutzstellung ist es bei Strafe verboten, die fraglichen Landschaftsbestandteile zu zerstören, zu beschädigen oder zu verändern ( vgl. Art. 12 Abs. 3 iVm Art. 9 Absatz BayNatSchG).

Die Schutzwürdigkeit der Wöhrde im Sinne einer nachhaltigen Stadtentwicklung ist uneingeschränkt zu bejahen.

Auf der Grundlage der FFH-Richtlinie und der Vogelschutzrichtlinie der EU wurde auch in Regensburg das Netz “Natura 2000” weiter entwickelt. Die vorhandene Lücke schloss die Bayerische Staatsregierung, indem sie weitere Stadtgebiete in Regensburg nach Brüssel meldete.

Bereits “das Arten- und Biotopschutzprogramm (ABSP) für die Stadt Regensburg, das OB Hans Schaidinger am 3.5.1999 im Umweltministerium in Empfang genommen hatte, bestätigte die große Bedeutung der Uferbereiche für das Stadtklima und die hohe Wertigkeit als Lebensraum. Die Überschwemmungsflächen am Unteren und Oberen Wöhrd zählen wegen der dort brütenden Rote-Liste-Arten zu den wertvollsten Lebensräumen für Vögel im Stadtgebiet (z.B. Eisvogel, Gartenrotschwanz, Pirol und Grünspecht). Die Donauarme im Stadtgebiet haben auch große Bedeutung als Rast- und Überwinterungsgebiet für viele Wasservögel.” So trefflich Dr. Peter Streck, 1. Vorsitzender BN KG Regensburg und stellvertr. Mitglied des Naturschutzbeirates, in seiner Stellungnahme -http://www.regensburg.de/steinerne/downloads/streck_uferbereiche_050413.pdf” – der LINK funktioniert leider nicht mehr!

Im Sommer 2006 wurde auch Stadtamhof als immanenter Bestandteil der historischen Altstadt in die Liste der Welterbestätten der UNESCO aufgenommen. Die hinterfragenswürdige Rolle, die das UNESCO-Welterbezentrum (Paris) im Rahmen der stadtbekannten (derzeit aufgegebenen) Nutzungsänderung des fürstlichen Schlosses (5 Sterne Hotel mit Tiefgarage im Park) spielte, sollte der Regensburger Bürgerschaft die Augen öffnen. Dafür, dass es zuförderst an ihnen selber liegt und liegen wird, das Erbe und den Bestand zu schützen; dass nur(!) notwendige, in die Zukunft reichende und sie sichernde Veränderungen beides beachten müssen: das Gebot der Verhältnismäßigkeit und der Nachhaltigkeit.

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