Politische Kultur


“Wenn die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten.“
Karl Kraus

Dazu:

Über den Sittenverfall, die Verwahrlosung der Medien und deren Missbrauch der Pressefreiheit unterrichtet u.a. ein Blick auf die englische Insel, wo das konservative Lager den linken Corbyn gerne über die Klinge springen lassen würde:

“Sämtliche großen Medien sind wieder einmal auf der Seite der Putschisten. Doch Corbyn kann wieder einmal auf seine Unterstützer und die Sozialen Netzwerke setzen, in denen sich eine prächtige Gegenöffentlichkeit für ihn stark macht und ihm so den Freiraum gibt, sich gegen die Schmutzkampagne zur Wehr zu setzen.” schreibt Jens Berger.

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Wie soziale Netzwerke der Einheitsfront der Massenmedien widerstehen können

Zitat:

Zusammen mit den – wie gleichgeschaltet wirkenden – Medien brach bereits im Juli eine Schmutzkampagne los, die selbst in Großbritannien ihresgleichen sucht. Angefangen hatte die jüngere Version der Kampagne durch eine abgesprochene Anti-Corbyn-Protestaktion dreier jüdischer Zeitungen, deren Journalisten die Sache übrigens ganz anderes sehen. Dies war jedoch nur die Initialzündung. Vom rechten Gossenblatt Sun bis hin zum linksliberalen Guardian prügelte man auf Corbyn ein und selbst deutsche Blätter machen bei der Kampagne fröhlich mit und scheuen sich dabei nicht Fake News zu verbreiten – so behaupten beispielsweise FAZ und WELT, Labour weigere sich, die „Arbeitsdefinition“ der IHRA zu übernehmen. Doch das ist falsch, Labour hat die Definition sehr wohl übernommen, erkennt nur vier der elf angehängten Beispiele nicht an. Und das ist nur ein Fake-News-Beispiel von unzählig vielen, die man offenbar vor allem gerne in „Meinungsartikeln“ konservativer jüdischer Funktionäre „versteckt“. Die Zielrichtung ist klar und die Trittbrettfahrer treffen in den Redaktionen offenbar auf offene Arme.

(..)

Damit dürfte die Debatte noch lange nicht vorbei sein, doch abseits des medialen Mainstreams ist sie längst umgeschlagen. In den alternativen Medien und den Sozialen Netzwerken zieht spätestens seit diesem Wochenende ein Orkan auf, der sich auch gegen die Putschisten richtet. Neben dem Hashtag #wearecorbyn ist der Hashtag #TomWatsonResign, mit dem Corbyns Anhänger den putschenden Parteivize zum Rücktritt drängen wollen, binnen weniger Stunden zu einem der meistgenutzten Hashtags in Großbritannien und sogar international geworden. Zehn- oder gar hunderttausende Solidaritätsbekundungen folgten auf den Sozialen Netzwerken und konnten binnen Stunden auch zahlreiche schwankende Labour-Funktionäre wieder „auf Linie bringen“. Wie beim letzten Putschversuch haben sich die Sozialen Netzwerke einmal mehr als mächtige Antwort auf die Einheitsfront der Massenmedien erwiesen, deren Wirkmächtigkeit sich in Großbritannien mittlerweile rasant auflöst.

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