„Minsky-Moment“


Über das Auf und Ab von Aufschwung, Boom, Blasen und Pleiten

Vor etwa 12 Jahren erschütterte die Subprime-, Finanz- und Konjunkturkrise die Weltwirtschaft.

Hyman P. Minskys Krisentheorie fand Aufmerksamkeit. Im Gabler-Wirtschaftslexikon liest man sehr erhellend:

“Im Laufe der Zeit steigt die Risikobereitschaft der Marktteilnehmer immer weiter an, sie unterschätzen die Risiken und überschätzen die Renditeaussichten. Im Ergebnis steigt die Verschuldung und immer mehr Kreditnehmer wechseln zur spekulativen oder Ponzi-Finanzierung. Kommt es nun zu Erschütterungen des Systems, bspw. durch einen restriktiveren Kurs der Geldpolitik, bleiben die Gewinn­aussichten plötzlich hinter den Erwartungen zurück; die Vermögenspreise fallen und die Ponzi-Finanzierer können die Kredite nicht mehr bedienen. Sukzessive werden Verwerfungen auf einzelnen Teilmärkten wie dem US-Hypothekenmarkt auch auf andere Finanzmarktsegmente übertragen (sog. Minsky-Moment). Im Ergebnis kommt es zu einem Verfall der Vermögens­preise auf breiter Front und zu erheblichen Auswirkungen auf die reale Sphäre der Volkswirtschaft.”

Die FAZ hatte das Thema im Jahre 2007 aufgegriffen und vertieft.

Nun hat Heiner Flassbeck damit begonnen, einen Blick auf die Nachkriegswirtschaft der letzten 70 Jahre zu werfen. Er schreibt, die Erfolgsgeschichte des Kapitalismus vollziehe sich “unter enormen Schocks und Verwerfungen, die das System und mit ihm die Erfolge für die arbeitenden Menschen immer wieder” zurückwerfe.

https://makroskop.eu/2019/07/das-grosse-paradox-der-liberalismus-zerstoert-die-marktwirtschaft-1/

Dazu:

Suchen Sie zum Downloaden nach

Minsky, Finanzialisierung und die Weltfinanzkrise von 2007/2008
https://www.wiso.uni-hamburg.de/…/wao-2013-sieg-minsky.pdf

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