Kontaktverlust


Maßgebliche Politiker, nicht zuletzt die der CDU, haben den Kontakt zum Wähler (ihrem souveränen Auftraggeber) wie zur Realität verloren

Studie: Umweltbewusstsein in Deutschland 2018

Seit 1996 erstellen das BMU und das UBA im Zwei-Jahres-Rhythmus eine Studie, die das Umweltbewusstsein und Umweltverhalten der Bürger in Deutschland erforscht. Deren Ergebnisse und Reaktionen vor allem aus den Kreisen der Union auf das jüngste Wahlverhalten der Bürger liefern den schlagenden Beweis der Lebensferne jener, die einst angetreten sind, dem Wohlergehen der Menschen zu dienen. Das muss erschrocken machen. Und ja: Es ist schrecklich.

Studie

85% Prozent der befragten Bürger finden, die Bundesregierung tue “eher nicht” (45%) oder “nicht” (40%) genug, um die Tragfähigkeit des Blauen Planeten zu erhalten, so dass auch fürderhin und langfristig ein humanes, lebenswertes (Über)Leben möglich sein wird.

Die Abwanderung der Wähler hin zu den Grünen erklärt sich vor allem aus dem Realitätsverlust der angesprochen politischen Kreise.

Aus dieser Wählerwanderung folgt aber noch lange nicht der zwingende Schluss, Bündnis 90/Die Grünen, einmal an der Macht, können wirkmächtig einen Politik-Wechsel hin zur sozial-ökologischen Wende gestalten. Dagegen sprechen deren neoliberale Ausrichtung und substantielle Zweifel an der notwendigen volkswirtschaftlichen Kompetenz, die zuletzt Heiner Flassbeck in Frage stellte. Bei aller positiver Ausstrahlung des grünen Führungsduos Baerbock/Habeck.

Dazu:

Liste der Beiträge zur Nachhaltigkeit/Wirtschaft auf makroskop.eu

https://utopia.de/drei-saeulen-der-nachhaltigkeit-modell-121310/

Dazu:

Dass auch mit der SPD bis auf weiteres kein STAAT zu machen ist, hat heute Flassbeck in erhellender Weise belegt und vorgeschlagen, was zu tun wäre:

Zitat:

Eine Wende könnte es für die SPD nur geben, wenn sie sich vollständig von den Schröderschen „Reformen“ und deren fatalen Folgen (für Europa insbesondere) lossagte und endlich eine wirtschaftspolitische Position übernähme, die mit den grundlegenden Vorstellungen und Werten der Sozialdemokratie konform geht. Diese Position gibt es, sie ist gut abgesichert und jederzeit hervorragend auch gegen die Lobby zu verteidigen.

Was es braucht, ist allerdings Mut. Mut zu radikaler Erneuerung. Dieser Mut fehlt der SPD. Zwar hat die Friedrich-Ebert-Stiftung gerade eine große Tagung zu progressiver Wirtschaftspolitik abgehalten. Doch das reicht bei weitem nicht. Die SPD braucht Funktionäre und Spitzenpolitiker, die den Mut und den Verstand haben, um laut und verständlich mitzureden. Die SPD selbst muss der wirtschaftspolitischen Debatte eine neue Wendung geben, eine Wendung, die zeigt, dass nichts einfacher miteinander zu verbinden ist, als eine vernünftige wirtschaftspolitische Position mit den Grundvorstellungen und Werten der Sozialdemokratie.

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