Klimakrise und Resilienz


Der Klimawandel kommt „schleichend“ daher. Sein hohes Bedrohungspotenzial wird deutlich unterschätzt, weil er uns – außer bei einem zu heißen Sommer 2018 – nicht täglich und nicht mit plötzlichen Katastrophen trifft. Weil klimabedingte Ereignisse örtlich und zeitlich weit entfernt voneinander stattfinden, nehmen wir die dahinterstehenden systemischen Risiken mit ihren Ursache-Wirkungs-Ketten nicht wahr.

Systemische Risiken wie der Klimawandel unterscheiden sich von herkömmlichen: Sie sind hochkomplex, eng vernetzt mit anderen Risiken, strahlen auf unterschiedliche Wirtschafts- und Lebensbereiche aus, werden wegen ihrer Nicht-Linearität unterschätzt und sind schwer zu begrenzen. Zudem überschreiten sie nicht nur nationale Grenzen, sondern auch solche zwischen wissenschaftlichen, technischen, wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Systemen.

Beim Klimawandel geht es – neben den Risiken – auch um Resilienz, also die Widerstandsfähigkeit, globale ökologische und gesellschaftliche Krisen zu bewältigen und sie durch Rückgriff auf persönliche und gesellschaftlich vermittelte Ressourcen für künftige Entwicklungen zu nutzen.

Wie kann angesichts der globalen Klimaveränderungen auf den unterschiedlichen Ebenen unserer Gesellschaft Resilienz aufgebaut und gefördert werden? Und wie kann Zukunft so vergegenwärtigt werden, dass die Berücksichtigung von Langfristfolgen stärker Eingang in die – auch globale – politische und gesellschaftliche Praxis findet. Kurzum: Wie können verantwortbare und handhabbare Zukünfte aussehen?

Quelle:
Münchner Forum Nachhaltigkeit / Umwelt-Akademie e.V.

Dazu:

Gegen den Wandel des Klimas hilft nur der Wandel des Systems, sagt Maja Göpel. Wir müssen beginnen, “nachhaltige Wirtschaftsmodele umzusetzen und regionale Gemeinwohlökonomien aufzubauen, das steigert die Resilienz. Die For-future-Bewgegung ist mit der Forderung nach einem system change ja schon längst aus der “Öko-Ecke” rausgekommen und entwickelt neue Visionen.
FAZ
Prof. Maja Göpel
https://www.clubofrome.de/rezo-youtube-europawahl

Dazu:

System Change Not Climate Change

Sie haben ebenfalls erkannt, dass die ökologische Frage unmittelbar mit der sozialen Frage verknüpft ist: „Unsere Zivilisation wird dafür geopfert, dass ein paar wenige Menschen auch weiterhin enorme Summen an Geld verdienen können. (…) Es ist das Leid vieler Menschen, das für den Luxus dieser wenigen Menschen bezahlt“, so Greta Thunberg in ihrer Rede auf dem Weltklimagipfel im Dezember 2018. Sie geht noch einen Schritt weiter und fordert Politiker*innen aus der ganzen Welt dazu auf: „Wir müssen uns auf Gerechtigkeit konzentrieren. (…) Und wenn Lösungen innerhalb dieses Systems so schwer zu finden sind, dann müssen wir vielleicht das System ändern.“. Die Essenz dieser Gedanken – „System change, not climate change“ – ist als Forderung auf vielen Plakaten der streikenden Schülerinnen und Schülern zu finden.
Die-Linke-Köln

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