Klimademokratie


Demokratisch betrachtet ist die Politik der Steinmeiers, Merkels, Altmaiers deshalb zutiefst undemokratisch: Mangelhafte Klimapolitik heute wird das Leben unserer Enkel so radikal verändern wie schon lange nichts anderes mehr.

Die Wissenschaft hat errechnet, dass die Schäden der Klimaerhitzung die Menschheit deutlich teurer zu stehen kommen als die Verheerungen von Weltkrieg eins und zwei zusammen; Ende des Jahrhunderts werden es 20 Prozent des weltweiten Bruttosozialproduktes sein, wie der Ex-Chefökonom der Weltbank, Nicolas Stern, 2006 ermittelte. 20 Prozent – und zwar jedes Jahr!

Doch statt Inlandsflüge abzuschaffen, ein Tempolimit einzuführen, Kohlekraftwerke stillzulegen oder wenigstens die Erneuerbaren auszubauen, macht die GroKo weiter, als sei die Apokalypse noch gar nicht in Sicht. Sie beruft sich dabei ausgerechnet auf die Demokratie.

(…)

Wer auch in Zukunft in einer Demokratie leben möchte, der muss sich heute gegen SUVs, gegen übermäßigen Fleischkonsum, gegen Kaffeekapseln und Ölheizungen einsetzen. Wer unsere Freiheiten zukunftssicher machen will, der muss für Windkraft, für Konsumverzicht, für den Kampf gegen klimaschädliche Individualfreiheiten und für die richtigen politischen Rahmenbedingungen streiten.

Nur wer sich heute für kleine Freiheitsverluste einsetzt, kann große Freiheitsverluste in der Zukunft verhindern. Wir brauchen also diese Klimademokratie, um die Demokratie zu retten.

https://www.freitag.de/autoren/nick-reimer/groko-des-untergangs

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