Kommentare

Über das Verhältnis von Solidarität und Egoismus unter uns Menschen

„Kooperation und Hilfsbereitschaft in der Natur“
Pleisweiler Gespräch mit Volker Arzt, Physiker und Journalist
NDS

Zitat:
Gefühle wie Solidarität, Freundschaft oder Hilfsbereitschaft prägen nicht nur bei uns die Art und Weise des Zusammenlebens.

Auch wenn es problematisch ist, Erkenntnisse aus der Tierwelt auf die menschliche Gesellschaft zu übertragen – diese biologischen Forschungen führen fast zwingend zu der Frage nach den evolutionären Wurzeln unserer eigenen Kooperationsfähigkeit. Und zu der Frage nach deren Grenzen:
Sind wir als Spezies überhaupt in der Lage, so miteinander zu kooperieren, dass globale Katastrophen wie Klimawandel, Artensterben, Umweltzerstörung oder Überbevölkerung noch abzuwenden sind.

Hinweis:

Der 20. Juni ist ein Samstag. Die Veranstaltung wird um 14:00 Uhr beginnen. Das Gespräch findet wie üblich in der Nonnensuselhalle in 76889 Pleisweiler-Oberhofen statt. Wir informieren so früh, damit sie planen können. Anmeldungen wie üblich an pleisweilergespr@nachdenkseiten.de. Eine richtige Einladung folgt noch.

Dazu:

Feuersbrunst in Australien

Die aktuelle Brandkatastrophe könnte nun den letzten Anstoß zum endgültigen Umkippen der öffentlichen Meinung gegeben haben, zumal Wirtschaftsexperten damit rechnen, dass die Kosten des Wiederaufbaus die sonstigen Folgen der Brände Australiens Wirtschaft erstmals seit fast dreißig Jahren in eine Rezession führen könnten. Richtig eng dürfte es für Morrison werden, wenn die skeptische Haltung gegenüber dem Klimawandel auch unter der ländlichen Bevölkerung und den Arbeitern in der Rohstoffindustrie schwindet – was mit jedem Tag der Katastrophe wahrscheinlicher wird. Spätestens dann wird hoffentlich der Weg frei für ein klimafreundliches Australien.
https://www.blaetter.de/ausgabe/2020/februar/australien-in-der-feuersbrunst

Ausweitung kapitalistischer Verwertungsprozesse

Wie sich der Neoliberalismus neue Felder bestelltDer Neoliberalist Macron

Wie man die “Einverleibung zuvor nichtkapitalistisch organisierter Bereiche” realisiert, schildert Rainer Mausfeld in: “Angst und Macht”, Seite 74 ff. Nämlich u.a. “durch Ausweitung innerhalb einer Gesellschaft auf Bereiche, die zuvor vor einer Kommerzialisierung geschützt waren” (Sozialversicherung, Rentenwesen).

Dazu:

“Zur Schwächung des Premiers trug Emmanuel Macron mit dem bei, was er Neujahr einfädelte: Die Ernennung von Jean-François Cirelli zum Offizier der Ehrenlegion. Cirelli ist Chef der Frankreich-Filiale von Blackrock, des weltweit größten Vermögensverwalters, dem auch Friedrich Merz (CDU) diente. Blackrock verwaltet französische Vermögen von gut 30 Milliarden Euro. Die linke Senatorin Éliane Assassi (PCF) stellte bereits Mitte Dezember einen Zusammenhang zwischen der Rentenreform und engen Beziehungen des ehemaligen Investmentbankers Macron zur globalen Finanzmarktindustrie her. Spuren dieser „Connection“ finden sich im Reformprojekt wieder, nicht zuletzt im Ziel, die Beitragsbemessungsgrenze für Reiche bei der Rentenversicherung von 324.000 auf 120.000 Euro zu senken. Damit fiele der Anteil des Beitrags, den Reiche zur Rentenversicherung leisten und damit zur sozialstaatlichen Umverteilung, von 28 auf knapp 3 Prozent.”

(….)

Es kristallisiert sich als Absicht der Reform heraus, die Reichen aus der Mithaftung für den Sozialstaat zu entlassen und so die globale Finanzmarktindustrie zu begünstigen, die für ihre „private Altersvorsorge“ auf Hunderttausende von Neukunden rechnen kann. Verglichen damit ist die deutsche Riesterrente ein Testlauf im Labor. Mit anderen Worten, Macrons Reform zielt aufs Ganze, den Kern des Sozialstaats – die Solidargemeinschaft. Zurück bliebe eine Gesellschaft, die in verarmende Staats- und begüterte Privatrentner gespalten wäre.

Quelle:
Adieu, Wohlhabende!
Frankreich Macrons Rentenreform soll Reichen helfen, sich aus dem Sozialstaat zu verdrücken. Die Proteste gehen weiter
Rudolf Walther
FREITAG

Dazu:

Nobelpreisträger Stiglitz:
Eine andere Wirtschaft ist unverzichtbar

“Plädoyer für einen progressiven Kapitalismus”

https://www.blaetter.de/ausgabe/2019/oktober/die-wirtschaft-die-wir-brauchen

Deutsches Sozialsystem unter UN-Feuer

November 2018

Hochkommissariat für Menschenrechte übt starke Kritik an Deutschland

Der Sozialpakt „Internationaler Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte“ befasst sich mit der Einhaltung der Gleichberechtigung von Mann und Frau, angemessenen Löhnen und mit Themen der sozialen Sicherheit. Auch Deutschland hat diesen Pakt 1966 unterschrieben und sich somit zur Einhaltung der darin verankerten Grundsätze verpflichtet.

https://www.hartziv.org/news/20181107-hartz-iv-verstoesst-gegen-den-uno-sozialpakt.html

Anm.: mkv

Ob die im Zusammenhang mit der Bewerbung um den SPD-Vorsitz auszutragenden Kämpfe sich dieses Themas annehmen werden? Trifft es doch den ehemaligen Kern der SPD. Den Kern ihres Selbstverständnisses, der dem Neoliberalismus zum Opfer fiel.

Über die "symbolische Gewalt“ (Bourdieu) von Hartz IV

Warum müssen seit Hartz IV sich Antragstellerinnen und Antragsteller quasi rechtfertigen, warum sie Leistungen beanspruchen?

Was Armut und soziale Unsicherheit anrichten
Von Michael Hirsch und Martin Zeyn
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Teilen Sie bitte diese Sendung des BR

Dazu:

https://www.deutschlandfunk.de/das-denken-pierre-bourdieus-im-21-jahrhundert-noch-feinere.1184.de.html?dram:article_id=398990

Zitat:

Pierre Bourdieu war jedoch einer der ersten Gesellschaftswissenschaftler, der die verheerende Rolle der europäischen Sozialdemokraten und Sozialisten beim Sieg des Neoliberalismus anprangerte und analysierte. In seinen letzten Lebensjahren argumentierte er in einer Reihe von Vorträgen und politischen Schriften gegen die politischen Initiatoren dieses Wandels: Lionel Jospin in Frankreich, Tony Blair in Großbritannien und Gerhard Schröder in Deutschland.

Die Sozialdemokratie Ende des 20.Jahrhunderts, so Pierre Bourdieu, habe ihre zeitweilige Übermacht und Vorherrschaft in Europa nicht dazu genutzt, eine wirkliche Alternative zu Kapitalismus und autoritärem Kommunismus aufzubauen. Vielmehr habe sie – und das gelte besonders für die Agenda 2010 der Schröder/Fischer Administration – einen sozialen Kahlschlag inszeniert, den selbst die marktförmigsten konservativen Politiker nicht intendiert hätten. Der Marsch der Gewerkschaften in die Bedeutungslosigkeit, der Fatalismus der Lohnabhängigen, der Absturz in die Armut sei das Werk derjenigen Parteien, die seit über 100 Jahren auf der Seite der Schwachen stünden.

„Masse und Macht“

Elias Canetti

Wie Masse, Medien und Politik auf die Schüler-Proteste reagieren

Dazu:

All die Utopien, die in den sozialen Netzwerken ein Instrument zur Befreiung des Menschen aus totalitären Strukturen sehen wollten, sollten hinterfragt werden. Leider ist es momentan wahrscheinlicher, dass Facebook und Co. – wohlgemerkt ohne Steuerung von außen – zu Instrumenten werden, die jede Reform an den wahren Machtstrukturen im Kern unterbinden, da jede kleine Abweichung von der Richtung der Masse von dieser bekämpft wird.
Jens Berger
NDS

Ja, nicht Greta Thunberg und die protestierenden Schüler sind das Problem, sondern ein aus dem Ruder laufendes Wirtschaftssystem, dass mittels Umweltzerstörung, Ausbeutung und Kriegen unser aller Zukunft aufs Spiel setzt.

Hartz IV und Jobcenter

Was Sie wohl nicht für möglich halten

Rückwirkende Ahndung
http://aktuelle-sozialpolitik.de/2019/02/17/sozialwidriges-verhalten/

Jobcenter verschieben eine Milliarde
NDS

Butterwegge klärt auf

https://www.blaetter.de/archiv/jahrgaenge/2019/februar/groko-bessere-kitas-gestaerkte-familien

und

http://www.taz.de/Gastkommentar-Kindergrundsicherung/!5569069/

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AktionBosS

Das AktionsBündnis oekologisch-soziale Stadtentwicklung gründet sein Selbstverständnis auf den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen (Art.20a GG). Und auf das Sozialstaatsprinzip (Art.20, 28 GG), das unverzichtbarer Erfolgsfaktor unserer Gemeinschaft war und ist.

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