Kommentare

Alles Target?

Über den Streit die 1-Billion-Target-Salden betreffend

Was passiert mit dem EURO-System, wenn die rechte Regierungskoalition in Italien die Segel streicht, gegen Draghi ihre Target-Milliarden-Salden nicht tilgt? Wert trägt das Risiko und wer bleibt auf seinen Forderungen sitzen?

Lesen Sie

https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/der-lachende-vierte

sowie die aktuelle Wortmeldung von Prof. em. Hans-Werner Sinn
http://www.faz.net/aktuell/finanzen/bringen-die-target-salden-deutschland-in-gefahr-15723567.html

Zitat:

Nach meiner Interpretation handelt es sich bei der Target-Forderung der Bundesbank um einen Überziehungskredit im Innenverhältnis des Eurosystems, der von ähnlicher Natur ist wie die Sonderziehungsrechte des Internationalen Währungsfonds oder auch die Kreditlimits, die sich Notenbanken im Rahmen von Festkurssystemen einräumen.

(…)

Unangenehm wird es bereits dann, wenn nur ein einzelnes Land wie Italien mit dem Austritt droht. In einem Brief von Mario Draghi an zwei Cinque-Stelle-Abgeordnete hieß es, Italien müsse seine Target-Schulden im Fall des Austritts „vollständig“ begleichen. Nach Meinung von Martin Hellwig gibt es dafür aber gar keine Rechtsgrundlage, und tatsächlich könnte die Banca d’Italia ihren Verpflichtungen im Innenverhältnis auch gar nicht nachkommen, selbst wenn sie es müsste, weil ihre Aktiva aus abgewerteten Lire bestehen und auf der Passivseite der Bilanz die Euro-Target-Schulden stehen. So oder so träfe die Bundesrepublik ein anteiliger Verlust in Höhe von 31% der nicht beglichenen italienischen Target-Schulden, während man weder den Rückkauf der Staatspapiere durch die Banca d’Italia noch die Übereignung deutscher Vermögenstitel und Güter an Ausländer annullieren kann.

Die Verlockungen der Dürre

Auf allen Kanälen: Die Bauern-Lobby: Her mit der kleinen Milliarde!

Man fragt sich: Ist nicht jeder Landwirt auch und gerade ein Unternehmer, der als solcher sein unternehmerisches Risiko, wie jeder andere auch, erstmal selbst zu tragen hat?

Dazu:

Foodwatch zum Dürre-Gipfel
“Politik gegen die Interessen der Verbraucher”

Martin Rücker im Gespräch mit Dieter Kassel
Deutschlandfunk Kultur

Zitat:

Außerdem gebe es eine starke personelle Verflechtung der Interessen. Viele Bundestagsabgeordnete seien nicht nur als Landwirte tätig, sondern übten neben ihrem Mandat auch noch bezahlte Lobbyfunktionen aus. Im Landwirtschaftsausschuss säßen dadurch Parlamentarier, die bezahlte Präsidenten eines Bauernverbandes seien. “Das kann nicht funktionieren”, sagte Rücker und forderte eine stärkere Entflechtung. Ähnliches gelte auch für Klöckner selbst, die beispielsweise als “Bierbotschafterin” Werbepositionen der Branche übernehme. “Eine reine Werbe-Maskottchen-Position.” Die Ministerin sei außerdem Mitglied bei den Landfrauen, für die sie ein eigenes Referat im Ministerium schaffen wolle.

Der Foodwatch-Vertreter kritisierte, dass sich die Landwirtschaft trotz der verbreiteten Kritik an ihren Praktiken zu wenig verändere. Themen wie die Verantwortung der Landwirtschaft für den Klimaschutz oder die Tierhaltung würden dadurch vernachlässigt, es gebe leider nur “sehr reaktionäre Debatten”.

Guten Morgen, Deutschland

Deutscher Expotdrang
Die Deutschen scheinen gerade aus einem Dornröschenschlaf geweckt zu werden – und aus der Illusion, über den lieben Export auf ewig glücklich zu werden. Es kann auf Dauer nicht gut gehen, wenn der Anschein besteht, dass da ein Land ziemlich einseitig profitiert.
Thomas Fricke
spon

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Passende Musik

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Wer zerstört wann wen und warum?

Schulmeisters´Lebensbuch`

“Der Weg zur Prosperität” – für alle?

Der 70-jährige Autor Stephan Schulmeister rechnet in seinem Anti-Neoliberalismus-Buch mit all jenen ab, die seit Jahrzehnten diesem Irrglauben anheimgefallen sind und weiterhin sehendes Auges die Gesellschaft an die Wand fahren.

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Gespräch u.a. mit Autor auf Falter-Radio, youtube

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Zur Einstimmung auch:
Oellers, Björn (2018): Neoliberalismus und AfD,
in: Kritiknetz – Zeitschrift für Kritische Theorie der Gesellschaft

https://www.kritiknetz.de/images/stories/texte/Oellers_Neoliberalismus_und_AfD.pdf

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Stephan Schulmeister
Der Weg zur Prosperität; Ecowin Verlag,
Salzburg/Wien 2018; 480 S., 28,– €

»Am Ende einer Sackgasse muss man neue Wege suchen.« Seit 45 Jahren nehmen Arbeitslosigkeit, prekäre Beschäftigung und Armut zu. Der Sozialstaat wurde geschwächt, Millionen Menschen in Europa leiden Not. Immer mehr erhoffen sich soziale Wärme in der nationalen Volksgemeinschaft. Was hat die herrschende Wirtschaftstheorie damit zu tun? Weshalb vertiefen ihre Empfehlungen die Krise? Wie kommt man aus diesem Teufelskreis heraus? Und wie prägt eine Ideologie, nach der nur die Konkurrenz das ökonomisch Beste ermöglicht, unser Zusammenleben? Der Ökonom Stephan Schulmeister erklärt den »marktreligiösen« Charakter der neoliberalen Theorien und entwirft eine neue »Navigationskarte« für den Weg zur Prosperität in einem gemeinsamen Europa.

Autor
Stephan Schulmeister

Stephan Schulmeister, geboren 1947, forschte von 1972 bis 2012 am von Friedrich A. von Hayek gegründeten Wirtschaftsforschungsinstitut WIFO in Wien und gehört zu den bekanntesten Ökonomen Österreichs. Seine Forschungsschwerpunkte sind die längerfristige Wirtschaftsentwicklung und das Verhältnis von Real- zur Finanzwirtschaft. Er kritisiert den Neoliberalismus als Ideologie im Interesse des Finanzkapitals, nicht des Realkapitals, und sieht sich daher als Freund des Unternehmertums.

Abba P. Lerner

Modern Monetary Theory (MMT)

https://de.wikipedia.org/wiki/Modern_Monetary_Theory

Dazu:

https://makroskop.eu/2018/05/das-konzept-der-functional-finance/

Dazu:

https://makroskop.eu/2018/02/wirtschaftspolitik-und-die-modern-monetary-theory-2/

Bill Mitchell – billy blog
http://bilbo.economicoutlook.net/blog/?p=38964

Dazu:

http://norberthaering.de/de/41-german/leserforum/222-leser-mmt

„Shame on you, Deliveroo!“

Unter diesem Motto ging es gegen die systematische Entrechtung von Deliveroo-Kurieren durch Schein-Selbständigkeit und Lohn-Dumping.
https://arbeitsunrecht.de/shame-on-you-deliveroo/

Gemeinwohlgesellschaft 4.0

Weg zur Gemeinwohlwirtschaft

Alle Infos von und über Christian Felber samt Buch.

Aspekte-Sendung vom 26. Januar 2018

Bayernweit:

Gemein-Wohl-Ökonomie
http://gwoe-bayern.org/wer-wir-sind/

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AktionBosS

Das AktionsBündnis oekologisch-soziale Stadtentwicklung gründet sein Selbstverständnis auf den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen (Art.20a GG). Und auf das Sozialstaatsprinzip (Art.20, 28 GG), das unverzichtbarer Erfolgsfaktor unserer Gemeinschaft war und ist.

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