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Klimaschädliche Subventionen über 57 Milliarden Euro

Der Abbau klimaschädlicher Subventionen ist neben einem angemessenen Preis für CO2-Emissionen eine der zentralen ökonomischen Großbaustellen einer marktwirtschaftlichen Klimapolitik. Nur mit klimagerechten Preissignalen und Anreizen können die Marktkräfte von Angebot und Nachfrage mit unseren Klimazielen in Einklang und die Transformation der Wirtschaft auf die richtige Spur gebracht werden. Diese politökonomischen Leitplanken müssen so gestaltet werden, dass nachhaltiges Verhalten für Individuen auch wirtschaftlich lohnenswert ist.
Das Umweltbundesamt schätzt das Volumen von Finanzhilfen, Steuervergünstigungen und weiteren finanziellen Begünstigungen mit negativer Umweltwirkung allein für Deutschland auf über 57 Milliarden Euro pro Jahr. Diese umfassende Subventionierung verlangsamt aktiv den Umweltschutz, indem sie finanzielle Vorteile für klimaschädlichen Technologien, Produkten und Strukturen sowie Anreize für klimaschädliches Verhalten schafft.
Makronom/NDS

Schutz der biologischen Vielfalt

In der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt von 2007 wurde festgelegt, dass mithilfe von Indikatoren eine zusammenfassende Erfolgskontrolle dieser Strategie vorgenommen werden soll. Nunmehr liegt der Indikatorenbericht 2019 vor. Es sieht schlecht aus.

BMU

Die Vereinten Nationen haben die Jahre 2011-2020 zur UN-Dekade für biologische Vielfalt aus-gerufen. Durch vielfältige Maßnahmen und Programme sollen mehr Menschen für die Erhaltung der biologischen Vielfalt sensibilisiert werden. Das gesellschaftliche Bewusstsein für den Wert der biologischen Vielfalt und die Verantwortung für deren Schutz und nachhaltige Nutzung soll geför-dert werden. Ziel der UN-Dekade für biologische Vielfalt ist es, dass staatliche und nichtstaatliche Akteure gemeinsam dazu beitragen, die biologische Vielfalt auch für die Zukunft zu bewahren. Im Verlauf der UN-Dekade soll international und national Bilanz gezogen werden, wie es um die Erhaltung der biologischen Vielfalt bestellt ist. Der Indikatorenbericht 2019 zur Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt leistet hierzu einen Beitrag, indem er wichtige Entwicklungstrends für Deutschland darstellt und bilanziert, wo Deutschland in Hinblick auf das Ziel steht, den Verlust an biologischer Vielfalt zu stoppen.

[Marginalspalte: Die Indikatoren der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt informieren in zusammenfassender Form über den Zustand und die Entwicklung der biologischen Vielfalt in Deutschland. Sie geben weiterhin Auskunft über Belastungen und Maßnahmen zur Erhaltung und zur nachhaltigen Nutzung der biologischen Vielfalt. Im Ergebnis werden Fortschritte und Handlungsbedarf für die Gestaltung der Naturschutzpolitik und anderer Politikbereiche mit Bezug zum Schutz der biologischen Vielfalt deutlich.]

Dazu:

Regierungsbericht zur biologischen Vielfalt in Deutschland: Rückschritte statt Öko-Wende
Das Bundeskabinett beschließt den “Indikatorenbericht zur biologischen Vielfalt”. Einmal mehr zeigt der Report, wie dringend eine Wende in der Landwirtschaft ist
Thomas Krumenacker
riffreporter.de

Von 13 bewerteten Indikatoren lagen elf weit oder sehr weit vom angestrebten Zielbereich entfernt, nur ein einziger („Landschaftszerschneidung“) lag innerhalb des Zielbereichs und ein weiterer (Nachhaltige Forstwirtschaft) lag überhaupt nur „in der Nähe“ des Zielbereichs.

Dazu:

http://www.biodiversity.de/produkte/stellungnahmen/eu-biodiversitatsstrategie-2020

Zusammenhang von biologischer Vielfalt und Pandemieprävention

BMU

Dazu:

Wegen Naturzerstörung: Corona könnte erst der Anfang sein
Der Weltbiodiversitätsrat warnt vor einer Welle neuer und noch gefährlicherer Pandemien. Aber es gibt ein Gegenmittel: Mehr Naturschutz
riffreporter.de

Dazu:

ZOONOSEN
Intakte Ökosysteme zur Vorbeugung der Ausbreitung von Pandemien – Verlieren Wildtiere ihren natürlichen Lebensraum, weichen sie auf von Menschen besiedelten Flächen aus. Treffen Menschen und Wildtiere öfter aufeinander, steigt das Risiko einer Krankheitsübertragung.
international-climate-initiative.com

Dazu:

Media Release: IPBES #PandemicsReport:
Escaping the ‘Era of Pandemics’
Experts Warn Worse Crises to Come
Options Offered to Reduce Risk

Pointing to the likely cost of COVID-19 of $8-16 trillion globally by July 2020, it is further estimated that costs in the United States alone may reach as high as $16 trillion by the 4th quarter of 2021. The experts estimate the cost of reducing risks to prevent pandemics to be 100 times less than the cost of responding to such pandemics, “providing strong economic incentives for transformative change.”

https://www.ipbes.net/pandemics

The Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services (IPBES)
https://www.ipbes.net/
https://www.ipbes.net/about

Anm.: mkv

Wann lernt der dumme Mensch, dass die “end-of-the-pipe-policy” ein Irrweg ist?

Der Klimabericht - Daten zur Lage des Planeten

Spiegel-online

Flassbecks neues Buch

Flammender Appell

Ganz am Ende, im Ausblick, der fast schon ein flammender Appell geworden ist, bestärkt Flassbeck den Leser dann doch noch wenigstens etwas in der Hoffnung, dass die Menschheitsaufgabe Bewältigung des Klimawandels einen guten Ausgang nehmen könnte. Dazu müssten aber die Vereinten Nationen nicht nur – so wie sie es jetzt tun – Ziele festsetzen, sondern mit den nationalen Regierungen auch konkret über Instrumente sprechen.

Heiner Flassbeck
Der begrenzte Planet und die unbegrenzte Wirtschaft
Lassen sich Ökonomie und Ökologie versöhnen

Westend

Rezension von Thomas Trares
NDS

Sind die natürlich nachwachsenden Fichten besser auf den Klimawandel eingestellt?

Borkenkäfer – bark beetle

>> Wer die Natur machen lässt, nutzt den Mechanismus der natürlichen Selektion. Sie gibt automatisch denjenigen Samen den Vorzug, die am besten an die ganz speziellen Bedingungen vor Ort angepasst sind. Manchmal führt das zu überraschenden Ergebnissen, erklärt Prof Rupert Seidl. Von der Fichte würden beispielsweise viel mehr junge Bäume nachwachsen als gedacht. »Die neue Fichtengeneration wächst aber nicht so gleichförmig auf wie eine gepflanzte.« Jeder Baum wächst in seinem eigenen Tempo, und so ergibt sich ein vielfältiger Wald, der – das verraten zumindest die Modelle der Forscher – widerstandsfähiger gegen den Borkenkäfer sein wird. <<

spektrum

Infolge Corona

1.551 Millionen Tonnen CO2 weniger
https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2020-10/co2-emissionen-rueckgang-corona-pandemie-klimawandel

Auf die langfristige CO2-Konzentration in der Erdatmosphäre habe der zeitweilige Rückgang jedoch nur geringfügige Auswirkungen. “Dieser CO2-Rückgang ist zwar beispiellos, doch ein Rückgang menschlicher Aktivitäten kann nicht die Antwort sein”, sagte Hans Joachim Schellnhuber vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. “Worauf wir uns wirklich konzentrieren müssen, ist die Verringerung der CO2-Intensität unserer globalen Wirtschaft.”

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AktionBosS

Das AktionsBündnis oekologisch-soziale Stadtentwicklung gründet sein Selbstverständnis auf den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen (Art.20a GG). Und auf das Sozialstaatsprinzip (Art.20, 28 GG), das unverzichtbarer Erfolgsfaktor unserer Gemeinschaft war und ist.

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