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Der letzte Herr des Waldes

Ein Indianerkrieger aus dem Amazonas erzählt vom Kampf gegen die Zerstörung seiner Heimat und von den Geistern des Urwalds

Fischermann, Thomas / Tenharim, Madarejúwa
CHBECK

Zielonkas „Konterrevolution“

Ein Buch, das aufrütteln soll. Autor Jan Zielonka ist bekennender Europäer und übt Selbstkritik an seinem sozialen Umfeld:
den liberalen Eliten.

Mittlerweile liegt die Europäische Union in Scherben, weil die politischen Eliten marktradikalen Ideen nachgelaufen sind und die liberale Demokratie verraten haben. Zielonka unterzieht die Entwicklungen einer unerbittlichen Analyse und formuliert ein starkes Plädoyer für eine offene Gesellschaft und eine Neuerfindung Europas.
Campus

Für Zielonka hat vor allem die neoliberale Wirtschaftspolitik ihren Auftrag verfehlt. Er kritisiert staatliche Bankenrettungen, Steueroasen und die Privatisierung öffentlicher Dienste. Der Euro hat laut Zielonka außerdem nicht zu einer Angleichung zwischen den ökonomisch stärkeren und schwächeren Ländern geführt, sondern die Kluft noch verschärft. Griechenland und Zypern, schreibt der gebürtige Pole, seien de facto keine souveränen Staaten mehr. Es sind bemerkenswerte Worte, die auch von weit links stammen könnten.

dlf

DOWN GIRL

Die Logik der Misogynie
von Kate Manne

»Down Girl ist ein Buch, in dem es um mehr geht, viel mehr, was es eben nicht bloß zu einer weiteren erschütternden Fallbeispielsammlung macht, sondern zu einer der seltenen, wirklich bedeutenden kritischen Gesellschaftsanalysen der jüngeren Vergangenheit. Zu einem echten intellektuellen Ereignis.«
Jens-Christian Rabe, SZ Literaturbeilage vom 19. März 2019

"Zähmt die Wirtschaft"

“Ohne bürgerliche Einmischung werden wir die Gier nicht stoppen”
von Peter H. Grassmann
Westendverlag

Dazu:

Weckruf Schülerstreik

Und da hat jetzt die Politik einen neuen Gegner: die junge Generation. Sie weiß, dass sie das Ende des Jahrhunderts großteils noch erleben wird. Und sie toleriert deshalb nicht mehr die bisherige Laschheit, die tatenlosen Versprechungen und die ungenügenden Maßnahmen der politisch Verantwortlichen. Die junge Generation hat die Mahnungen der Wissenschaftler studiert. Sie sieht die Risiken und weiß, es ist 5 nach 12. Nichts zu tun, könnte zu dramatisch verschlechterten Lebensbedingungen führen. Dieser Schulstreik ist eine Anklage, ein gewaltfreier Protest gegen all die, die die jahrelangen Bemühungen der Vereinten Nationen behindert haben und gegen die Regierungen, die nur wenig zum Klimaschutz bewegten, auch wenn sie kräftig darüber redeten.

MAKROSKOP

Dazu:

Prof. Claudia Kemfert im NDR-Interview

Wie wird es weitergehen? Welche Dimension wird der Protest noch weiter annehmen?

Kemfert: Im Moment schaut es so aus, dass es global eher zunimmt als abnimmt. Immer mehr Schüler gehen freitags auf die Straße. Das wird sich wahrscheinlich nicht ändern, solange die Politik nicht mehr Antworten gibt. Man wird gespannt sein, wie die Staatenlenker darauf reagieren. G20 hat es nach oben auf die Agenda genommen, und man will sich diesem Thema stärker annehmen. Insofern bringt es etwas – aber es muss deutlich mehr passieren, auch kurzfristig. Deswegen wird man diese Proteste auch weiterhin sehen.
https://www.ndr.de/kultur/Claudia-Kemfert-ueber-Appell-Scientists-for-Future,journal1696.html

Torstenson

Über die Entstehung eine Diktatur
von Hans Meisel, der auch “It Can´t Happen Here” von Sinclair Lewis übersetzte.

»Ich bin beim letzten Manuskript, einem Roman von Hans Meisel, mit dem viel los ist«, schreibt S. Fischer-Lektor Oskar Loerke am 12. 9. 1926 in sein Tagebuch. In die Hände gespielt wurde ihm Meisels Torstenson. Entstehung einer Diktatur vom Theaterkritiker Monty Jacobs, der 1927 dafür sorgte, daß das Buch den Kleistpreis erhielt. Erstaunlich ist, daß trotz politischer Brisanz und Sprachgewalt das Werk damals nicht die angemessene Aufmerksamkeit fand. Doch ist das Thema heute noch aktuell: Es geht um den Aufstieg eines durchaus uncharismatischen Generals zum Diktator. Eine bürokratische »Machtergreifung«, die der General Torstenson durch Schachzüge mit ergebenen Figuren bewirkt. Dabei ist er kein Visionär oder Phantast, er verkörpert den modernen Typus des Diktators, der eine Macht ohne Inhalt anstrebt. Meisel seziert die Vorgänge, kontrastiert sie aber mit expressionistischen Szenen einer wilden, unbeugsamen Jugend.

https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Meisel_(Autor)

Nachruf der NYT

Dazu:

Hans Meisel bezeichnet in seinem Buch „Der Mythus der herrschenden Klasse“ die Marx-Kritik von Gaetano Mosca als oberflächlich und „konstruiert“.

https://de.wikipedia.org/wiki/Die_herrschende_Klasse

Eine große Abhandlung über die politiche Legitimation von Eliten
https://www.worldcat.org/title/mythus-der-herrschenden-klasse-gaetano-mosca-und-die-elite-nebst-der-ersten-deutschen-ubersetzung-der-endgultigen-fassung-seiner-theorie-der-herrschenden-klasse/oclc/844976891

"Das ist bei uns nicht möglich"

Sinclair Lewis’ “Horror”-Roman

aus dem Jahr 1935 führt einen Antihelden vor, der mit seinen Hetzreden die Begeisterung unzufriedener Wähler entfacht. Durch seine Lügen und eine Rhetorik des Populismus und der Ressentiments wird er Präsident der Vereinigten Staaten. Das klingt vertraut?

»Der Literaturnobelpreisträger Sinclair Lewis hat meisterlich seziert, wie rasant eine Demokratie auf Abwege gerät.«
NDR Kultur

Buzz Windrip, für seine Gegner ein „ungebildeter Lügner mit idiotischer Weltanschauung“ und ein gefährlicher Populist, will Präsidentschaftskandidat werden. Er gibt vor, sich für die kleinen Leute einzusetzen, und verspricht, „aus Amerika wieder ein stolzes Land zu machen“. Trotz völlig unglaubwürdiger Versprechen laufen ihm die Wähler zu, und er zieht ins Weiße Haus ein. Sogleich regiert er wie ein absolutistischer Herrscher, beschneidet die Freiheiten der Minderheiten, legt sich mit Mexiko an und lässt seine Kritiker rabiat verfolgen. Einer davon ist der liberale Zeitungsherausgeber Doremus Jessup, der sich nicht mundtot machen lassen will.
AMAZON

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Das ist bei uns nicht möglich
Roman – 22. März 2017
von Sinclair Lewis (Autor),
Jan Brandt (Nachwort), Hans Meisel (Übersetzer)
Aufbauverlag

Die Vertreibung aus dem Paradies?

http://www.nzz-libro.ch/mark-lilla-der-glanz-der-vergangenheit-ueber-den-geist-der-reaktion-geschichte.html

und

https://www.perlentaucher.de/buch/mark-lilla/der-glanz-der-vergangenheit.html

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Das AktionsBündnis oekologisch-soziale Stadtentwicklung gründet sein Selbstverständnis auf den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen (Art.20a GG). Und auf das Sozialstaatsprinzip (Art.20, 28 GG), das unverzichtbarer Erfolgsfaktor unserer Gemeinschaft war und ist.

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