Justiz nicht organisatorisch unabhängig !


Dr. Richard Albrecht weist auf Folgendes hin:
Sommer 2010

“Als einzige der drei Staatsgewalten ist die Justiz nicht organisatorisch unabhängig, sondern wird von der Exekutive verwaltet, deren Einflußnahme auf die Justiz von erheblicher Bedeutung ist.”

Quelle:
Landesregierung NRW 2010
http://ricalb.files.wordpress.com/2010/08/nrw-justiz.pdf
sowie
http://www.gruene-nrw.de/fileadmin/user_upload/gruene-nrw/aktuelles/2010/koalitionsvertrag/Koalitionsvertrag_Rot-Gruen_NRW_2010-2015.pdf

Berufsrichterliche Zwänge, historisch, am Beispiel der Nazifizierung des reichsdeutschen Justiz(un)wesens:

dramatisiert vom bedeutendem Justizkritiker und Wahrheitsfreund Bertolt Brecht in seiner zuerst im Pariser Exil 1938 aufgeführten Szenenmontage „99 %“, später bekanntgeworden als „The Private Life of the Masters Race“ bzw. „Furcht und Elend des Dritten Reiches“, hier 6. Szene „Rechtsfindung“, am Beispiel des ängstlichen Amtsrichters, der „zu allem bereit“ ist, aber nicht weiß, was die Oberen von ihm erwarten, freilich weiß, daß der Erste Staatsanwalt seinen Posten will und sich, weil er nicht weiß wie er einen anstehenden „Fall“ zu entscheiden hat, dann letztlich selbst überflüssig macht …

Dieses groß(artig)e Theater(stück) steht m.W. nicht im Netz, ist hier nachlesbar:

Bertolt Brecht, Gesammelte Werke 3, Stücke 3,
werkausgabe edition suhrkamp, Ffm. 1967:
1073-1193, hier 1103-1120;

vgl. auch http://de.wikipedia.org/wiki/Furcht_und_Elend_des_Dritten_Reiches )

Richard Albrecht

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