Jenseits der Duldungsfähigkeit


Es ist, kurz vor Torschluss, gewiss angzeigt, an einen SZ-Gastbeitrag von Jeffrey Sachs vom Januar 2015 zu erinnern. Natürlich sind die 60-70 Milliarden Euro der deutschen Steuerzahler “weg”, Frau Kanzlerin, das pfeifen die Spatzen von den Dächern. Warum also haben Sie nicht den Mut, mit der Bürgerschaft auf Augenhöhe zu kommunizieren und europäische Solidarität, die bei den Menschen (nicht bei den Banken) tatsächlich ankommt (erinnert sei allein an die unmenschlichen Zustände in den griechischen Krankenhäusern), in praktische Politik umzumünzen?
mkv

Dazu:

J. Sachs, der vor 5 Monaten quasi voraussah:

“Das Problem einer Währungsunion liegt darin, dass Zweifel den Wirtschaftsraum, wenn nicht gar die gemeinsame Währung, zerstören können. Der Euro ist vom Zweifel bereits infiziert: Bleibt Griechenland? Wenn Griechenland geht, wird Portugal der Nächste sein? Und wenn die gehen, warum nicht Spanien, Italien und wer weiß noch alles? Solche schwärenden Zweifel führen zu Kapitalflucht und vertiefen die Krise. Griechenlands prekäre Lage hat schon lange zum Abfluss von Mitteln aus griechischen Banken geführt. Die daraus resultierende Illiquidität löste in Griechenland eine tiefe Wirtschaftskrise aus, die wiederum neue Zweifel am Überleben des Landes in der Euro-Zone nährt.”

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/griechenland-schuldenerlass-oder-es-knallt-1.2326307

Dazu:

Zur fatalen Rolle Deutschland bei der EURO-Krise:
Durch seine Niedriglohnpolitik (seit 1999) hat Deutschland “eine Politik der ´Bereicherung auf Kosten seiner Nachbarn´ verfolgt, aber erst nachdem es sich ´auf Kosten seiner eigenen Beschäftigten bereichert´ hat. Das ist das Geheimnis des deutschen Erfolgs der letzten anderthalb Jahrzehnte“, schlussfolgern die beiden Autoren.

NDS mit Buchempfehlung: “NUR DEUTSCHLAND KANN DEN EURO RETTEN

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