Im Spannungsfeld zwischen Emanzipation und Tradition


Wer den Populisten gegenübertreten möchte, ist nicht allein deswegen schon ein guter Mensch. Wer mit rechthaberischem Blick nur seine Seite der Polarität im Auge hat, tut der anderen Seite schon Unrecht. Wer also, beispielsweise, immer nur die „Emanzipation“ preist und für alle „Tradition“ nur ein verächtliches Schulterzucken übrig hat, weiß einfach nicht, dass er in einem Spannungsfeld zwischen beiden steht. Er muss, um gesprächsfähig und ehrlich zu bleiben, beide Pole im Auge behalten. Die Versuchung, sich auf eine der beiden Seiten zu schlagen, ist zwar immer da. Aber man muss beide Zügel in der Hand behalten, um in einer konkreten Situation, in der nichts von vornherein ausgemacht ist, einen guten Ausgleich zu schaffen. Das trifft ebenso auf viele andere Spannungsfelder zu: zwischen Gemeinschaft und Gesellschaft, Erbe und Aufbruch, Herkunft und Zukunft, Heimat und Begegnung, ja sogar noch zwischen Eigen- und Nächstenliebe.
Fritz Glunk
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