Heuchelei, Heuchelei, Heuchelei


Von wegen: Die Würde der Menschen sei unantastbar. Nur Gerede. Leeres.

Lesen Sie das Interview, das Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen, seit langen Jahren ein Kämpfer für Menschlichkeit, dem FREITAG gab. Es öffnet Ihre Augen. Und wirkt direkt auf den Teil Ihres Gehirns ein, der Ihre Kreativität fördert: Was können und wollen Sie persönlich unternehmen, um diesen grundrechtswidrigen Umständen in legaler und legitimer Weise entgegenzuwirken?

Dazu:

„Das ist scheinheilig“
Interview
Die Missstände und Gesundheitsrisiken in der Fleischindustrie waren lange bekannt, sagt Ulrich Schneider
Martina Mescher

Zitat:

In den Schlachtbetrieben gehört schlechte Bezahlung doch offenbar zum System.

Da geht es um Profitkämpfe. Mit der Ausbeutung von Menschen und auf Kosten des Tierwohls will man exorbitante Gewinne erzielen. Es ärgert mich, wenn einige so tun, als seien sie erst durch die Corona-Ausbrüche bei Tönnies oder Westfleisch darauf aufmerksam geworden, unter welchen Bedingungen in den Schlachtbetrieben produziert wird. Das ist scheinheilig, die Missstände sind seit Jahren bekannt.

(…)

Im Moment liegt er [der Hartz-IV-Regelsatz] bei 432 Euro im Monat. Wie hoch müsste der Regelsatz tatsächlich sein?

Bei den jüngeren Menschen gehen unsere Experten zurzeit von 590 Euro im Monat aus. Und für jene in der Altersgrundsicherung sind es zehn Prozent mehr. Denn diese Menschen haben meist all ihre Ersparnisse aufgebraucht und keine Chance, jemals wieder aus der Grundsicherung rauszukommen.

Quelle: FREITAG

Anm.: mkv

WAS IST MENSCHLICH?
So lautet ein Beitrag von Sudhir Kakar
DIE ZEIT Nr.16 vom 8. April 2020, Seite 49
Hinter der Bezahlwand

Liest man, was das Menschliche im Menschen ausmacht, dann ist der Schluss einfach: Das System, das Schneider rügt, ist unmenschlich. Diejenigen, die diese System (mit)schufen bzw. bis heute nicht abschafften, sitzen u.a. in Berlin im Bundestag sowie in der Exekutive der Bundesregierung.

“Wir werden als Menschen geboren, aber es bedarf einer lebenslangen Anstrengung, um menschlich zu werden. Menschlichkeit ist nie eine menschliche Errungenschaft, sondern wird ständig auf die Probe gestellt – wie in der gegenwärtigen Pandemie, die soziale Isolation erfordert, während die Menschlichkeit verlangt, in der Distanz aufs Engste verbunden zu bleiben.”
Sudhir Kakar

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