Die Ö-R in der Wagenburg


Es wäre die Zeit, sich zu öffnen. Es wäre die Zeit, mit Freunden und Gegnern in aller Öffentlichkeit darüber zu diskutieren, was zu tun wäre, um Fake-news aus der freien Öffentlichkeit zu verdrängen, um eine Öffentlichkeit herzustellen, in der sich das Richtige vom Falschen klar unterscheiden lässt, eine Öffentlichkeit, in der man sich nicht belügen darf, sondern belegen muss, was man behauptet.

Wer, wenn nicht ein funktionsfähiger öffentlich-rechtlicher Rundfunk sollte sich um dieses überaus drängende Problem kümmern, das längst zu einer Überlebensfrage der westlichen Demokratien geworden ist? Die Digitalisierung nötigt ein Leitmedium wie das Massenmedium Fernsehen, für sein Publikum aus dem Wust von wichtigen und nichtigen Informationen jene herauszufiltern, die tatsächlich Relevanz besitzen. Allerdings wäre es dazu freilich unumgänglich, sich darüber zu verständigen, was relevant ist. Was geschieht – strukturell und personell –, um diesem Ziel näher zu kommen? Wann wird die Grenze zwischen Journalisten und ihrem wichtigsten Objekt, der Politik, wieder hochgezogen? Wie wird einer eitlen Personalisierung, dem Ehrgeiz Einzelner, möglichst medienprominent zu sein, Einhalt geboten?

Quelle:

ARD und Co.: Raus aus der Wagenburg!
von Norbert Schneider
blaetter.de

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