Die Mär, Gustl Mollath habe illegale Schusswaffen besessen


Da u.a. der Spiegel in seiner aktuellen Ausgabe (print) die vorstehende Behauptung der Ex-Frau von Herrn Mollath verbreitet, hier die FAKTEN.
mkv

Dazu:

Infobrief (Auszug) aus dem Unterstützer-Kreis:

Die Fakten:

Zitat: “Frau M. [Anmerkung: Namen werden vom Verfasser abgekürzt.] rief am 02.01.2003 bei Unterzeichner an und teilte mit, dass ihr eingefallen sei, dass Herr M. im Besitz einer scharfen Langwaffe sei. (…) Die Langwaffe existiere tatsächlich, Frau M. habe diese selbst schon in der Hand gehabt (…). Evtl. habe er auch noch eine scharfe Kurzwaffe, da sei sich Frau M. aber nicht sicher. Das Anwesen wurde am 02.01.2003 mehrmals überprüft, Herr M. war nicht zu hause. Auf eine Öffnung des Reihenhauses ohne Beisein des Bewohners wurde verzichtet.”

Zitat (einschlägige Auszüge) aus der Zeugenaussage Frau M.‘s am 15.1.2003 bei der “KD Nürnberg”: “Es ist so, dass mein Mann über Schusswaffen verfügt und ich in diesem Zusammenhang befürchte, er könne diese auch gegen mich oder meinen Familienangehörigen einsetzen. Ich habe ein Gewehr während unserer Ehe des öfteren bei ihm gesehen, es stand im 2. Stock im rechten Zimmer in einem Schrank an der Dachschräge. Um welche Art es sich bei dieser Waffe handelt, kann ich nicht sagen, da ich mich mit solchen Dingen nicht sehr gut auskenne. (…) Weiterhin hat er vor einiger Zeit von einer Pistole gesprochen, die er in Besitz habe. Allerdings ist das bereits ca. 20 Jahre her, so daß ich mich an Einzelheiten nicht mehr erinnern kann. Diese Pistole habe ich jedoch nicht gesehen. Ich gehe jedoch davon aus, dass er diese Pistole – wenn er sie tatsächlich besessen hat – auch weiterhin besitzt und im Haus aufbewahrt.
Mein Mann hat außer diesem Schrank, in dem immer das Gewehr war, noch einen größeren Safe im Keller, wo man Waffen aufbewahren könnte. Außerdem könnte ich mir vorstellen, dass er solche Gegenstände in verschlossenen Kassetten aufbewahrt. Diese hat er ebenfalls im Zimmer im 2. Stock in einem Sideboard untergebracht. Wo mein Mann die Schlüssel dazu aufbewahrt, weiß ich nicht.”

17.1.2003: Kriminalhauptkommissar (KHK) F. legt den Vorgang “wegen: V. g. Waffengesetz – Vertrieb/Erwerb von Schusswaffen/Munition u.a.” der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth “zwecks Antrag auf richterlichen Durchsuchungsbeschluss” vor.

22.1.2003: KHK F.‘s Antrag geht bei der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth ein.

24.1.2003: Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth reicht den Vorgang an das Amtsgericht Nürnberg weiter und beantragt den Erlass eines Durchsuchungsbeschlusses.

30.1.2003: Der Vorgang/Antrag geht beim Amtsgericht Nürnberg ein.

31.1.2003: Die “Richterin am Amtsgericht” K. unterzeichnet einen Beschluss, mit dem “ohne vorherige Anhörung die Durchsuchung “der Person, der Wohnung mit Nebenräumen und der Fahrzeuge des Beschuldigten G.F.M.” angeordnet wird.

5.2.2003: Eingang des Durchsuchungsbeschlusses vom 31.1.2003 bei der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth.

19.2.2003: 12 (in Worten: zwölf) Polizeibeamte “durchsuchen” Herrn M.‘s Haus. Zitat (Auszug) aus einem Vermerk KHK F.‘s über die Ergebnisse der “Durchsuchung”: “Das von Frau M. erwähnte Gewehr fanden wir an dem beschriebenen Aufbewahrungswort auf, es handelte sich hier jedoch um ein erlaubnisfreies Luftdruckgewehr. Weitere Schusswaffen haben wir in den durchsuchten Räumen nicht aufgefunden. Herr M. verweigert jede Einlassung zur Sache. Somit bleibt ungeklärt, ob es sich bei der Äußerung, die er seiner Frau gegenüber machte, er sei im Besitz einer Pistole, lediglich um Angeberei handelte, oder ob er sich der Waffe mittlerweile entledigt hat.”

Anmerkungen/Hinweise:
Zu 1.: Herr M. hatte in den Wochen und Monaten vor dem 2.1.2003 der HVB über die Geldgeschäfte seiner Gattin berichtet und darum gebeten, dafür zu sorgen, dass diese Geschäfte unterbunden werden.
Zu 2.: In Schränken, Safes und verschlossenen Kassetten kann man außer scharfen (oder nicht-scharfen) Schusswaffen auch “heiße” Papiere aufbewahren.
Zu 6. und 7.: Man beachte die für “juristische Verhältnisse” höchstbeachtliche Geschwindigkeit, mit der dieser Durchsuchungsbeschluss erlassen wurde. Logistische Probleme (Schreibmaschinenkenntnisse usw. usf. – siehe Aussagen in Untersuchungsausschuss) scheint es an diesen beiden Tagen nicht gegeben zu haben.
Übrigens: Ein Anruf bei Richterin K., die noch in 2003 zur Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth befördert wurde und inzwischen als Vorsitzende Richterin an einem bayerischen Landgericht tätig ist, erbrachte, dass sie sich überhaupt nicht erinnern kann, jemals in den “Fall Mollath” involviert gewesen zu sein. Und auf eine schriftliche Konfrontierung mit ihrer Involvierung reagierte sie gar nicht.

(…)

Quelle:

Arbeitsgemeinschaft Solidarität mit Gustl Mollath
www.gustl-for-help.de

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