Die abgewickelte Republik?


Willy Wimmer, Deutschland im Umbruch. Vom Diskurs zum Konkurs – eine Republik wird abgewickelt

Rezension mit dem Titel:
Steht Deutschland vor dem demokratischen Ruin?

Der Autor und Jurist Wolfgang Bittner hat für die NachDenkSeiten das neue Buch von Willy Wimmer gelesen und besprochen.

Zitat:

„Sollte es gelingen, die Russische Föderation in die Knie zu zwingen“, schreibt Wimmer, „wären die Vereinigten Staaten gleichsam am Ziel ihrer Träume. Der zur Übernahme reife russische Markt läge allein für sie, vorneweg für die Finanzindustrie, auf der Ladentheke, während die durch die Sanktionen praktischerweise gleich mit geschwächten Europäer das Nachsehen hätten und sich vonseiten der Russischen Föderation auch noch anhören müssten, sie hätten den langjährigen Vertragspartner schmählich im Stich gelassen.“ Wimmers Fazit für den Fall, dass sich die USA durchsetzen: „Russland stünde den Vereinigten Staaten offen wie ein Scheunentor.“

(…)

Damit wurde – so Wimmer – „alles umgestellt“. Deutschland sei seither kein Nationalstaat „mit starken demokratischen Strukturen“ mehr, sondern folge nun einer Ordnung, „die allein an den Interessen global agierender, zumeist amerikanischer Konzerne ausgerichtet“ sei. Das bedeute mit der von Angela Merkel eingeforderten „marktgerechten Demokratie“ sowie den Neuerungen des Maastrichter Vertrags das Ende „unseres auf Konsens ausgerichteten Staatswesens, die Beseitigung des sozialen und wirtschaftlichen Rückgrads Deutschlands“, und die Agenda 2010 sei der „passende Sargnagel“ dazu gewesen.

(…)

„Es ist offenkundig“, schreibt Wimmer, „dass Maßnahmen gegen die Russische Föderation eingeleitet werden sollten. Carter sprach von einem kommenden Krieg gegen Russland“.

Zitat Ende
Dazu passt:

Der grenzenlose Krieg
US-Kongress will Trump mit exzessiven Befugnissen ausstatten
NDS

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