Annäherung durch Kooperation


Warum es für die deutsche Kanzlerin hohe Zeit ist, mit Putin schwimmen zu gehen. Wer macht die ersten Kraulzüge mit ihm: Merkel oder AKK?

Kohls enger Vertrauter, Horst Teltschik, hat sich mahnend zu Wort gemeldet. Er konstatiert die Einseitigkeit der Politik des Westens, Deutschlands vor allem. Um wieder gegenseitiges Vertrauen im Verhältnis zu Russland aufzubauen, müsse man: REDEN!

Er erinnert an das Wirken von Willy Brandt: “Er hat den Moskauer Vertrag verhandelt und ist auf der Krim mit Breschnew schwimmen gegangen. War Breschnew besser als Putin?“

Und in Richtung der CDU-Vorsitzenden AKK, der potentiellen Nachfolgerin im Kanzleramt, führt er aus:
“Sie hat null Erfahrung in Richtung Osten und sollte möglichst früh Gespräche führen, unabhängig davon, ob man die Verantwortlichen mag. Vertrauen kann man nur schrittweise aufbauen. Und dazu muss man reden, reden, reden.”

Putin hat im Jahr 2010 die Interessen seines Landes in einem Gastbeitrag der Süddeutschen Zeitung mit dem Titel Von Lissabon bis Wladiwostok deutlich zum Ausdruck gebracht. Er warb für einen “Handelspakt zwischen Russland und Europa”.

Hält man sich die treffliche Analyse Teltschiks anlässlich der Münchner Sicherheitskonferenz des Jahres 2018 vor Augen, dann wird deutlich:

Den durch die Trump´sche Politik der globalen Konfrontation verursachten Spannungen wird man weniger mit allseitiger Aufrüstung als mit zu suchenden und zu findenden gemeinsamen Interessen begegnen können und ja, müssen.

Diese Interessen liegen ohne Zweifel in der schrittweisen Veränderung der Rahmenbedingungen, die einer weltweiten sozial-ökologischen Wende im Sinne des PARISER ABKOMMENS entgegenstehen, um erfolgreich einerseits die KLIMAKRISE zu bekämpfen und andererseits die Lebens- und Arbeitsverhältnisse der betroffenen Völker auf der Basis des Rechtssystems des Europarats und der EU im Geiste von win-win und der Aufklärung nach den internationalen Regeln der Nachhaltigkeit zu verbessern.

Das Trump´sche Deal-Making mit den bekannten Folgen von win-lose wird keine Zukunft haben, sondern nur die potentielle Kriegsgefahr anfachen und dann im lose-lose enden. Wer kann das wollen, der sich des Kant´schen Imperativs täglich bewusst ist?

Eine schrittweise aufzubauende Kooperation mit dem russischen “STERN” (siehe Hengsbach, nachfolgend, am Ende seiner Ausführungen) könnte in der Tat den Völkern Europas zugute kommen und die aufscheinenden Gefahren des “Vorkriegs” (Christa Wolf) unterbinden.

US-Präsident Eisenhower, 1953
“A nation’s hope of lasting peace cannot be firmly based upon any race in armaments but rather upon just relations and honest understanding with all other nations.”
mkv

Dazu:

In seiner Antwort auf MACRON schreibt der Sozialwissenschaftler und Sozialethiker Friedhelm Hengsbach SJ vom

“Versagen der politischen EU-Eliten, dem marktradikalen Dogma des Binnenmarkts und der Währungsunion zugunsten der Konzerne und Finanzakteure mehr zu vertrauen als dem Ziel der Angleichung unterschiedlicher Lebensverhältnisse und der Solidarität unter den Mitgliedsländern, wie die EU-Verträge dies vorschreiben.”
NDS

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