Angst und Macht


Angsterzeugung als Herrschaftsinstrument. Freiheit von gesellschaftlicher Angst gehört unabdingbar zum Fundament von Demokratie.

Herrschaftstechniken der Angsterzeugung in kapitalistischen Demokratien
Autor Rainer Mausfeld
Interview

“Der Neoliberalismus als Angst erzeugende Maschinerie”
Angst entzieht der Demokratie ihre Grundlage.

Techniken der Angsterzeugnis

“Gesetzes-Hülsen” der Legislative (Leerstellen, Gummiparagraphen) mit der Folge, dass die Exekutive (Polizei) nach Belieben, willkürlich verfahren kann, was bei den Menschen Angst erzeugt.

Meritokratie und Eliten; der verseuchte Leistungsbegriff; Versagensängste, Selbstwertverlust und Scham mit der Folge der sozialen Vereinzelung: Auf diese Atomisierung zielt der Neoliberalismus ab, um demokratischen Widerstand zu verhindern, um Verhandlungsmacht der Lohnabhängigen zu schwächen; die Veränderungsenergie der prekär Beschäftigten, die sich nicht mehr parlamentarisch vertreten sehen, wendet sich nach unten (Ausländer), nicht gegen die Herrschenden.

Rechtspopulismus, ein Kind des Neoliberalismus

Aufbau des russischen Feinbildes als Angstrhetorik
(Beispiel der NDS zu RT-Deutsch)

Kampf gegen den Terror als Vorwand, andere Staaten zu “balkanisieren”, um Konkurrenz zu verhindern.

Überflutung der Menschen mit (Falsch)Informationen, Konsumismus … verhindert eigenes Denken, Reflektieren. Talkshows.

Gesellschaftliche Ängste und deren Überwindung; eigene Interessen und überpersönliche Perspektive sind zwar im Menschen angelegt; aber die perfide Ökonomisierung des homo oeconomicus (Eigennutz) hat die Solidarisierung, die Gemeinschaft, untergraben. Gemeinschaft vermittelnde Institutionen sind durch die neoliberale Transformation aber ökonomischen Kriterien ausgeliefert worden. Folge des Kapitalismus, des Neoliberalismus ist ein perverses Menschenbild der Eigenoptimierung; der Eigennutz macht das Wesen des Menschen aus, der zur Solidarisierung nicht mehr fähig ist. Die psychischen Zerstörungen, die der Neoliberalismus verursacht hat, können nur gesamtgesellschaftlich, nicht individualistisch geheilt werden. “Wir können uns nur gesamtgesellschaftlich aus dem Sumpf herausziehen.”

Wurzeln der Macht, demokratische Strukturen, Militär und Sicherheitsapparate als dem demokratischen Gesetz unterworfene Exekutive dürfen sich nicht verselbständigen. Seitenaspekte der Demokratie als “Spiel”.

Der Neoliberalismus als negative Utopie der übelsten Sorte.

“Es darf in einer Gesellschaft keine Machtstrukturen geben, die nicht demokratisch legitimiert sind.”

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Zum neuen Buch des Autors
https://www.westendverlag.de/buch/angst-und-macht/

“Die Eliten nutzen traditionell Techniken der Angsterzeugung, um die Kluft zwischen demokratischer Rhetorik und kapitalistischer Realität zu übertünchen.“
Telepolis

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Exklusivabdruck aus „Angst und Macht“
Die Manipulation der Massen
https://www.rubikon.news/artikel/die-manipulation-der-massen-3

Zitat:

Die Organisation einer „kapitalistischen Demokratie“ ist also auf die Entwicklung geeigneter Techniken von Propaganda, Meinungsmanagement und Demokratiemanagement angewiesen, durch die sich die unaufhebbaren Widersprüche zwischen Kapitalismus und Demokratie verdecken lassen. Eine kapitalistische Demokratie kann es ohne massive Beeinflussung der öffentlichen Meinung und ohne systematische Erzeugung von Angst nicht geben.

Dazu:

Ein einleuchtendes Beispiel der “massiven Beeinflussung der öffentlichen Meinung” stellt Albrecht Müller am Beispiel des nunmehr auch vom IWF kritisierten deutschen Exportüberschusses dar. Nichts ist dran an der Formel ´Export=Wohlstand´. Im Gegenteil: Zum einen wird Arbeitslosigkeit exportiert; zum anderen die innerdeutsche soziale Spaltung vertieft.

Dazu:

Zur Ungleichheit und was dagegen(!) zu tun ist, siehe auch hier.

Darum: LESEN SIE TÄGLICH DIE NACHDENKSEITEN!

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