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Pandemieplan 2005

Ausschusses für Biologische Arbeitsstoffe (ABAS)
In seinem Beschluss listet er bezüglich des Arbeitsschutzes für Beschäftigte im Gesundheitswesen u.a. auf:
“ggf. Reservierung, Einkauf, Lagerung von Medikamenten, Impfstoffen, Materialien”.

Der Nationale Pandemieplan für Deutschland (NPP) ist eine Sammlung von Handlungsanweisungen für das Eintreten einer Pandemie in Deutschland. Er wurde im Jahr 2005 erstmals veröffentlicht und zuletzt im März 2017 aktualisiert. „Der NPP dient der gezielten Vorbereitung von Behörden und Institutionen auf Bundes- und Länderebene auf eine Influenzapandemie und gibt einen Rahmen vor, der die Grundlage für die Pandemiepläne der Länder und die Ausführungspläne der Kommunen bildet.“

Lesen Sie dazu im Teil II des NPP im 7. Abschnitt die Darlegungen zu den “nicht-pharmakologischen Maßnahmen”.

Hinweis: Am Ende der jeweiligen Unterkapitel finden sich bewertende Zusammenfassungen.

Die Pflege, die Pflege, die Pflege

Hohn auf LeitbilderDie Pflichten nach dem Pflege- und Wohnqualitätsgesetz

Art. 3 PfleWoqG
Qualitätsanforderungen an den Betrieb

2) Der Träger und die Leitung einer stationären Einrichtung haben sicherzustellen, dass
1. die Würde sowie die Interessen und Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner vor Beeinträchtigungen geschützt werden, (….)

>> Aber in all diesen Leitbildern steht natürlich der alle überzeugende Satz „Bei uns steht der Mensch im Mittelpunkt“. Jedem in der Szene fällt dazu die verkalauerte Fortsetzung ein „…und da steht er vor allem im Weg rum!“

Mal ehrlich. Wir lügen uns doch gegenseitig die Hucke voll. Hinter vorgehaltener Hand geben mir die Verantwortlichen bei Verbänden, Einrichtungsträgern und Heimen Recht. <<
Claus Völker
NDS

Dazu:

Es geschieht, wenn niemand hinschaut

„Doch wie wollen Sie Letzteres als Heimaufsicht prüfen?“, fragt Claus Völker von der Heimaufsicht der Regierung. In Gegenwart der Aufseher werde sich garantiert keine Pflegekraft dazu hinreißen lassen, einen Bewohner zu beleidigen oder anzuraunzen. Das geschieht allenfalls dann, wenn niemand hinschaut.
Bericht der Mainpost, 2017

Was werden wir ändern?

Wenn wir dieses Virus eingehegt haben? Werden wir diesen Schuss vor den Bug als ziemlich letzten Weckruf erkennen, um mit allen Mitteln den Klimawandel zu bekämpfen?

Dazu:

Wegen des Coronavirus wird die Wirtschaft weltweit heruntergefahren. Doch irgendwann ist das wieder vorbei – und dann muss der Klimaschutz wirklich ernst genommen werden.
26. März 2020
Petra Pinzler
ZEIT

Dazu:

Genau das hat von der Leyen im vergangenen Dezember getan, als sie sich von der EU den “Mann-im-Mond-Moment” wünschte: Europa solle die ökologische Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft zum eigenen Zukunftsprojekt machen. Solche Reden verändern die Realität sicher nicht unmittelbar, aber sie können ermutigen und beflügeln – und vielleicht sogar bei anderen Menschen, Organisationen und Unternehmen schlummernde Kräfte freisetzen. Europa als Ökomodell-Region – wenn da viele mitmachen, kann das nicht doch etwas werden?
Petra Pinzler
ZEIT

Dazu:

Prof. Maja Göpel
“Unser Wunsch nach mehr, unsere Angst vor weniger – Wie unser Wohlstandsmodell den Planeten ruiniert
blaetter.de

Dazu:

Zu den Ursachen, warum uns Viren heimsuchen

Ein Gespräch mit dem Evolutionsbiologen Rob Wallace über die Gefahren von Covid-19, die Verantwortung der Agrarindustrie und nachhaltige Lösungen zur Bekämpfung von Infektionskrankheiten
Von Rob Wallace (Interview: Yaak Pabst)
Amerika21

Rob Wallace ist Evolutionsbiologe und Phylogeograf für das öffentliche Gesundheitswesen in den USA. Er arbeitet seit fünfundzwanzig Jahren an verschiedenen Aspekten neuer Pandemien und ist Autor des Buches Big Farms Make Big Flu

Bedeutung für Tiere, Pflanzen, Artenschutz
Im Laufe der Zeit wurden an zahlreichen tierischen, pflanzlichen und mikrobiellen Systemen phylogeographische Untersuchungen betrieben und auch die Zusammenhänge zum jeweiligen Artenschutz diskutiert.
https://de.wikipedia.org/wiki/Phylogeographie

Corona als Weckruf

Wenn wir solche Katastrophen „biblisch“ nennen, meinen wir damit, dass es sich um Dinge handelt, die vor langer Zeit geschahen und Menschen widerfuhren, deren Leben wir uns heute kaum noch vorstellen können. Nun widerfahren sie immer häufiger uns.

(—-)

Das Corona-Virus “könnte aber auch der Augenblick sein, in dem wir erkennen, dass wir Teil der Natur sind, von den Gesetzen der Biologie und der Physik bestimmt werden und auf einen bewohnbaren Planeten angewiesen sind. Wir sollten nie wieder auf die Leugner und Blender hören. Wir sollten nie wieder zulassen, dass eine bequeme Lüge die Oberhand über eine schmerzliche Wahrheit gewinnt. Wir können es uns nicht länger leisten, von denjenigen bestimmt zu werden, denen Geld wichtiger ist als das Leben. Das Coronavirus erinnert uns daran, dass wir Teil einer materiellen Welt sind.”
George Monbiot

FREITAG

Dazu:

Klimakrise und Corona
CNN

Das auf uns zukommende Dilemma

Beides ist richtig: Wir werden keine Bilder von alten Menschen aushalten, die in den Fluren überfüllter deutscher Krankenhäuser ersticken, weil kein Personal mehr da ist, um sich ihrer anzunehmen, und keine Geräte, um ihr Leid zu lindern. Und wir werden nicht den Zusammenbruch von Wirtschaft und Gesellschaft aushalten, weil das alles ist, was wir haben. Ohne eine moralische Überforderung werden wir aus dieser Krise nicht rauskommen.
Jakob Augstein

FREITAG

Durchlaufende Infektionswelle

Virologe gibt Prognose ab: immer mehr Coronavirus-Infektionen bis Sommer

Im Coronavirus-Podcast des Norddeutschen Rundfunks gibt Virologe Christian Drosten täglich eine aktuelle Einschätzung der Situation ab. In Hinblick auf die weitere Entwicklung geht er von einer durchlaufenden Infektionswelle aus, die in der Zeit von Juni bis August ihr Maximum erreichen wird. Im Sommer wird sich bereits ein großer Teil der Bevölkerung mit dem Virus infiziert haben*, so die Einschätzung des Fachmanns im NDR-Podcast. Dadurch soll eine weitflächige Immunität entstehen. Ziel sei es allerdings, diese Infektionswelle von der älteren Bevölkerung fernzuhalten. Auch junge Menschen mit Vorerkrankungen zählen zur Risikogruppe, für die eine Infektion lebensgefährliche Folgen haben kann.
MERKUR

Die Ursache von Corona

Corona hat dieselbe strukturelle Ursache wie die ökologische und soziale Krise, zu der der Klimawandel, die Naturzerstörung wie die maroden Gesundheitssysteme gehören. Sie ist in der kapitalistischen Produktion und Ausbeutung der Natur zu suchen, in der imperialen Lebensweise der reichen Länder des Nordens, in der neoliberalen Ideologie.
FREITAG

Quelle:

Das kommt nicht von außen
Raubbau Was Epidemien mit der Zerstörung intakter Ökosysteme durch den Menschen zu tun haben
von Kathrin Hartmann
https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/das-kommt-nicht-von-aussen

Kathrin Hartmann hat gerade ihr neues Buch

Grüner wird’s nicht. Warum wir mit der ökologischen Krise völlig falsch umgehen

im Blessing-Verlag veröffentlicht.

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AktionBosS

Das AktionsBündnis oekologisch-soziale Stadtentwicklung gründet sein Selbstverständnis auf den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen (Art.20a GG). Und auf das Sozialstaatsprinzip (Art.20, 28 GG), das unverzichtbarer Erfolgsfaktor unserer Gemeinschaft war und ist.

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