Zieht euch (nicht) warm an!


Wir sind auf dem Weg in die Hitzezeit

In Artikel 14 des Paris-Abkommens heißt es zudem, dass die UN-Klimakonferenz in regelmäßigen Abständen überprüfen soll, ob dies auch genug sei, um das gemeinsame Ziel zu erreichen. Für die wichtigsten Industrie- und Schwellenländer, die G20, hat die Organisation Climate Transparency das jetzt schon einmal überprüft. Der klare Befund: Es reicht nicht. Selbst wenn alle Staaten beim Klimaschutz genau das täten, was sie ankündigten, führte das in der Summe immer noch zu einem Temperaturanstieg von etwa 3,2 Grad Celsius.

Tagesschau

Plus 3 Grad bedeuten:

1. Bis zu 170 Millionen Menschen sind in den Küstengebieten zusätzlich von Überflutungen betroffen.

2. 30 bis 50 Prozent weniger Wasser im Mittelmeerraum und im südlichen Afrika verfügbar.

3. Artensterben betrifft 20 bis 50 Prozent aller Arten

4. Ernteerträge in Afrika gehen um 15 bis 35 Prozent zurück; Ernterückgang in den hohen Breiten; ganze Regionen werden für die Landwirtschaft zu trocken (z.B. Teile Australiens).
Ernteerträge in den hohen Breiten erreichen ihren Höhepunkt; schwere Dürren in Südeuropa; zwischen 150 und 500 Millionen Menschen mehr als heute hungern.

5. Womit wir in Deutschland rechnen müssen

Im Jahr 2100 könnte die Temperaturerhöhung – je nach künftiger Treibhausgaskonzentration – zwischen 1,8 und 2,3 Grad Celsius liegen; im schlimmsten Fall auch bei 3,5 Grad an der Küste und 5 Grad in den Alpen. Dabei werden die Winter im Süden überdurchschnittlich wärmer. Die Sommerniederschläge gehen vor allem im Nordosten und Südwesten zurück, die Winter werden vor allem in Süd- und Südwestdeutschland feuchter – bei steigenden Temperaturen fällt aber relativ mehr Regen als Schnee. Dadurch nimmt im Winter und Frühjahr die Hochwassergefahr zu; durch die Sommertrockenheit sind in Ost- und Südwestdeutschland die landwirtschaftlichen Erträge gefährdet, die Waldbrandgefahr wird sich erhöhen und das sommerliche Wasserangebot geht zurück – in Trockenjahren bis auf die Hälfte. Wo es nicht trockener wird, machen höhere Sommertemperaturen und mildere Winter Schadinsekten und Pilzen das Leben leichter – auch hierdurch könnte die Landwirtschaft leiden. Dazu können sich krankheitsübertragende Zecken weiter nach Norden ausbreiten. Häufiger werden auch Gewitter und die mit ihnen verbundenen Schäden – Blitzschlag, Hagel und Wolkenbrüche.

Ein Teil der Flächen, die heute als schneesicher gelten, wären dies in Zukunft nicht mehr. Dies trifft zunächst Wintersportorte der mittleren Lagen, mittelfristig aber die gesamten deutschen Alpen: die Alpengletscher könnten bis zum Jahr 2040 vier Fünftel ihrer Masse verlieren. Weitere Schäden würden von extremen Wetterlagen ausgehen, wie Hitzewellen, Starkregen und Stürmen (man denke an das Elbehochwasser 2002). Die Wahrscheinlichkeit von Extremereignissen wie den Hitzesommer 2003 ist seit 1960/1970 um mehr als das 20fache gestiegen. In der Folge von Hitzewellen werden Waldbrände häufiger. Der Meeresspiegel wird an deutschen Küsten stärker ansteigen als im weltweiten Durchschnitt: Dafür sorgen zum einen eine stärkere Erwärmung, vor allem aber eine anhaltende Landabsenkung (eine Spätfolge der letzten Eiszeit). Die gefährdet die Küsten, zumal an der Nordsee auch Sturmfluten höher auflaufen werden. Als reiches Land kann Deutschland sich vor den Folgen dieses Anstiegs schützen: Aber der Klimawandel wird sehr viel Geld kosten – das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung rechnet in Deutschland bis zum Jahr 2050 mit Kosten von 800 Milliarden Euro, bis zum Jahr 2100 mit 3.000 Milliarden Euro.

http://www.oekosystem-erde.de/html/klimawandel-03.html

Dazu:

Merkels Regierungs-Mitglieder, die unverantwortlichen Klimatrickser – von wegen Schutz der Gesundheit der 80 Millionen Bürger. Der Blick über den Tellerrand scheint allen unmöglich. Welch traurige Klima-Schutz-Gestalte®n.

“https://www.die-linke.de/start/presse/detail/klima-allianz-stellt-massnahmenprogramm-klimaschutz-2030-vor/?no_cache=1&cHash=f9c630a81ce6038747b762ef957dddfa:https://www.die-linke.de/start/presse/detail/klima-allianz-stellt-massnahmenprogramm-klimaschutz-2030-vor/?no_cache=1&cHash=f9c630a81ce6038747b762ef957dddfa

Dazu:
dlf-Kommentar, 15.11. um 19.10 und Bericht über das Staatsversagen und Forderungen der Umweltverbände.

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