"Wirtschaftsliberaler Betonkopf von der Süddeutschen Zeitung"


Marc Beise spricht sich gegen den Mindestlohn aus
http://www.nachdenkseiten.de/?p=19015#h04

Dazu:
“Unternehmen, deren Existenz lediglich davon abhängt, ihren Beschäftigten weniger als einen zum Leben ausreichenden Lohn zu zahlen, sollen in diesem Land kein Recht mehr haben, weiter ihre Geschäfte zu betreiben. Mit einem zum Leben ausreichenden Lohn meine ich mehr als das bloße Existenzminimum – ich meine Löhne, die ein anständiges Leben ermöglichen.”
Franklin D. Roosevelt

Anm.: mkv

Auskömmlicher Lohn misst sich am Grundgesetz, dem Wertegerüst unserer freiheitlichen demokratischen Grundordnung, das die Politik zu gerne in Sonntagsreden bemüht.

Dabei gibt es keine Norm des GG, die so regelmäßig sehenden Auges mit Füßen getreten wird, wie dessen das Grundgesetz leitenden Artikel 1.

Ein Arbeitgeber, der sich außerstande sieht, seinen Arbeitnehmern einen auskömmlichen Lohn, der sich an den Prinzipien der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts zu den Hartz-4-Sätzen orientiert, zu bezahlen, dessen Geschäftsmodell ist des Mangels.

Keinesfalls kann es der “Verpflichtung aller staatlichen Gewalt” im Sinne des Artikels 1 Absatz 1 Satz 2 GG entsprechen, den Arbeitnehmer (sic!) unter Erniedrigung seiner Person zur “Aufstockung” anzuhalten.

Vielmehr wäre es Aufgabe der Politik, den Mangel der Arbeitgeber ggf. unmittelbar zu subventionieren, wenn nicht dessen menschenunwürdiges Entgelt-Modell gar der gesellschaftlichen Ächtung unterliegen sollte; denn es ist pure Ausbeutung.

Marc Beise hat in seinem wirtschaftsliberalen Furor jeglichen Blick auf die Werte des Grundgesetzes verloren. Darin unterscheidet er sich auffällig z.B. von seinem Kollegen Prantl.

Dazu:
Thema erweiternd

Die UN-Leitprinzipien vom Juni 2011 enthalten einen Rahmen für Staaten und Unternehmen, wie sie ihren Verpflichtungen zum Schutz und zur Achtung der Menschenrechte nachkommen können und sollen.

http://www.ecchr.de/index.php/un-leitprinzipien-zu-wirtschaft-und-menschenrechten.html

Hinweis auf Konferenz:
21. und 22. November 2011: die Konferenz zu Wirtschaft und Menschenrechten wurde vom CorA-Netzwerk gemeinsam mit dem Forum Menschenrechte, unter Federführung von ECCHR, der Friedrich-Ebert-Stiftung, Germanwatch und Misereor veranstaltet. An den zwei Tagen diskutierten ca. 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer darüber, wie die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte in Deutschland und Europa effektiv umgesetzt werden können.
Zur Pressemeldung
http://www.cora-netz.de/ – Beachten Sie auch die Dokumentation vom 15. Juli 2013 –

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