Völlige Empathielosigkeit


Eine Sprache, die moralische Mindeststandards vermissen lässt

“Sie sind gut untergebracht? Gut. Sie wissen aber, dass Sie zurück müssen?”, so fragte Emilia Müller, Christlich-Soziale Unions-Ministerin, laut SZ einen Mann im neu eröffneten Abschiebezentrum nähe Ingoldstadt.

Dazu:

Der ehemalige Verfassungsrichter Ernst-Wolfgang Böckenförde:

“Der freiheitliche säkularisierte Staat lebt von Voraussetzungen die er selbst nicht garantieren kann. Das ist das große Wagnis das er um der Freiheit willen eingegangen ist. Als freiheitlicher Staat kann er einerseits nur bestehen wenn sich die Freiheit die er seinen Bürgern gewährt von innen her aus der moralischen Substanz des einzelnen und der Homogenität der Gesellschaft reguliert. Anderseits kann er diese inneren Regulierungskräfte nicht von sich aus, das heißt mit den Mitteln des Rechtszwanges und autoritativen Gebots zu garantieren versuchen, ohne seine Freiheitlichkeit aufzugeben und – auf säkularisierter Ebene – in jenen Totalitätsanspruch zurückzufallen aus dem er in den konfessionellen Bürgerkriegen herausgeführt hat.”

uni-protokolle.de

Dazu:

“Woher kommt das Ressentiment?
von Mark Siemons
FAS vom 30. Augsut 2015

Darin schreibt der Autor, es komme mehr denn je darauf an,
“dass die Politik eine Sprache findet – eine Sprache, die nicht nur wie bisher zwischen den Erfordernissen der moralischen Prinzipien, der Finanzen und der inneren Sicherheit vermittelt, sondern die auch dem ökonomischen Selbstlauf ein Gesellschaftsbild gegenüberstellt, dass die abgehängten Deutschen ebenso wie die Schutz suchenden Nicht-Deutschen einschließt.”
faz.net

Dazu:

Jens Berger

“Es kommt halt immer darauf an, wie wir die Zuwanderung gestallten. Wenn beispielsweise junge Menschen gut ausgebildet werden und einen produktiven und dabei auch ordentlich bezahlten Job bekommen, so stärkt dies natürlich die Sozialsysteme – unabhängig von deren Herkunft. Umgekehrt werden die Sozialsysteme geschwächt, wenn man das Potential brachliegen lässt und die Menschen – wenn überhaupt – nur zu Hungerlöhnen beschäftigt, bei denen kaum Sozialabgaben anfallen. Aber auch dies ist keine exklusive Frage der Zuwanderung, sonst gilt ganz allgemein. Auch der junge Max aus Zwickau und die junge Sofie aus Fürstenfeldbruck stärken nur dann die Sozialsysteme, wenn sie einen ordentlichen Job haben, in dem sie auch nennenswerte Sozialabgaben generieren.”
NDS

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