Regensburg: Die Burg am Regen
Zur Diskussion um das OB und Wie einer Regensburger Ersatzbrücke von den Wöhrden in die Altstadt - Kern des Welterbes.Das Quintett um die Stadträte Vanino und Kollegen agiert bürgerfreundlich und eröffnet gleichzeitig die Möglichkeit, auch den Status Quo des Regensburger ÖPNV in eine kritische Prüfung zu zwingen. Es macht kluger Weise den Vorschlag, die Bürgerschaft im Wege direkter Demokratie einzubinden in die Frage, braucht Regensburg eine Ersatzbrücke (Ratsbegehren).
Das eröffnete wie bereits angesprochen die Möglichkeit, den Regensburger ÖPNV grundsätzlich auf den Prüfstand zu stellen und nicht nur “schlangenartig” auf einen “Knotenpunkt” des wie ein Spinnennetz über Stadt und Landkreis liegenden Verkehrsnetzes zu “starren”.
Im Übrigen:
Die Forderung der UNESCO zur Wartburg (siehe dazu Sueddeutsche Zeitung “Burgunfrieden” von Christiane Kohl, Nr.181, vom 9. August 2010, Seite 3) kann nicht nur augenzwinkernd auf REGENSBURG – DIE BURG AM REGEN in vorsichtiger Analogie übertragen werden: In diesem Artikel werden am Ende die UN wie folgt wiedergegeben:
“Doch die UNESCO ist dagegen: Es gehöre nun mal zum Charakter einer mittelalterlichen Burg (…), dass sie nicht von jedermann bequem erreichbar ist”.
Man kann das für Regensburg so lesen, dass die großen Elefantenbusse in der “BURG AM REGEN” nichts zu suchen haben, mithin der sternförmige Aufbau des ÖPNV-Netzes grundsätzlich zu überdenken wäre; das bedeutete den Einsatz kleiner CO2-freier Einheiten im Bereich der Kernzone des Welterbes einschließlich Steinweg, die auch die sanierte Steinerne Brücke wieder benützen könnten – verbunden mit einem geänderten Mobiltätsverhalten der Bürgerschaft, was die letzten 1-2 km ins Zentrum anginge (Park and Ride auf den Wöhrden, auf dem Autobahndeckel im Westen etc); wirkliche Stärkung des Fahrrad-Netzes usw usf.
Daduch wäre jede Ersatzbrücke überflüssig.
Die nachfolgend verlinkte Konferenz in Freiburg nimmt zum angesprochenen Thema der “sustainable urban mobility’s future” Stellung
“Do electric cars turn car manufacturers into mobility service providers?
Can cities and the automotive industry work together for sustainable urban mobility’s future?
Do cities, the automotive industry and energy providers share the same vision?
Discuss and find the answers to these and other questions at the upcoming Local Renewables Freiburg conference, the third installment in this successful series. Integrating renewables into urban mobility will be a hot topic at this year’s event and the issue will be examined by a series of first-class speakers including Rolf Schumann, CEP, European Business Development, Better Place; Lew Fulton, Senior transport energy specialist, International Energy Agency and Andreas Leo, Corporate Communications Manager for Germany, Daimler AG. ”
Quelle:
http://www.local-renewables-conference.org/freiburg2010
Ihr Kommentar
Kommentarfunktion für diesen Artikel geschlossen
