PAG - Ab nach Karlsruhe und ins Anthropozän


Prantls Video-Kolumne

Anm.: mkv

Prantl bekundet Kritik und Zweifel am BVerfG. Aber: Was ist schon sicher? Der Tod. Und die heraufziehende Klima-Katastrophe —> Das terrestrische Manifest.

Klappentext
Aus dem Französischen von Bernd Schwibs. Eine Serie politischer Unwetter hat die Welt durcheinandergebracht. Die Instrumente, mit denen wir uns früher orientierten, funktionieren nicht mehr. Verstanden wir Politik lange als einen Zeitstrahl, der von einer lokalen Vergangenheit in eine globale Zukunft führen würde, realisieren wir nun, dass der Globus für unsere Globalisierungspläne zu klein ist. Der Weg in eine behütetere Vergangenheit erweist sich ebenfalls als Fiktion. Wir hängen in der Luft, der jähe Absturz droht. In dieser brisanten Situation gilt es zuallererst, wieder festen Boden unter den Füßen zu gewinnen und sich dann neu zu orientieren. Bruno Latour unternimmt den Versuch, die Landschaft des Politischen neu zu vermessen und unsere politischen Leidenschaften auf neue Gegenstände auszurichten. Jenseits überkommener Unterscheidungen wie links und rechts, fortschrittlich und reaktionär plädiert er für eine radikal materialistische Politik, die nicht nur den Produktionsprozess einbezieht, sondern auch die ökologischen Bedingungen unserer Existenz.

Dazu:

In seinem gerade auf Deutsch erschienenen Buch Das terrestrische Manifest (Suhrkamp Verlag 2018) betrachtet Latour die ökologische Krise des Anthropozäns als eine grundlegende Krise der Moderne. Diese hat sich in einer Weltdefinition verschanzt, die abstrakt und ohne Bezug zu ihren materiellen Randbedingungen steht. Die Natur schien lange keine Rolle mehr zu spielen, doch jüngst ist sie mit politischer Wirkkraft zurückgekehrt. Die politischen Anomalien der unmittelbaren Gegenwart machen deutlich, dass die gegenwärtigen Angebote, wie auf diese Krise zu reagieren sei, unheilige Allianzen gegen das eigentliche Problem hervorbringen: Während das Kapital sorglos in eine posthumane Hypermoderne voranschreitet wird zugleich die Flucht in nationale oder gar ethnische Egoismen angetreten.
Max-Plank-Institut für Wissenschaftsgeschichte
https://www.mpiwg-berlin.mpg.de/de/veranstaltung/regarding-das-terrestrische-manifest

Haus der Kulturen der Welt
https://www.hkw.de/de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung_140659.php

https://www.anthropocene-curriculum.org/

Naturgewalt Mensch

Wie ein Einschlag eines Asteroiden

WASSER ARSCH
http://www.deutschlandfunk.de/bund-gewaesser-report-92-prozent-der-fluesse-und-seen-in.697.de.html?dram:article_id=418056

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