Menschengemachte Krise


Destabilisierung der Volkswirtschaften – Der “Preis” der wirtschaftlichen und politischen Ungleichheiten

“Zuletzt hat Joseph Stiglitz diese in seinem Buch “Preis der Ungleichheit” (2001) noch einmal beschrieben. Zentral ist, dass eine steigende Ungleichheit ein Absinken der Nachfrage nach sich zieht. Die untere und mittlere Einkommensklasse verbrauchen im Wesentlichen alles von ihrem Einkommen, während die obere Einkommensklasse 20 Prozent und mehr spart. Wird das Geld von unten nach oben verlagert wird, wie es Stiglitz in den letzten Jahrzehnten für die USA beschreibt, führt die abnehmende Nachfrage zu Arbeitslosigkeit und zu einer schwachen Wirtschaft. Dieser Mechanismus lässt sich leicht auf Deutschland übertragen. Wie in den USA haben in Deutschland die Zuwächse in der oberen Einkommensklasse wesentlich zur Vergrößerung der Einkommensungleichheit beigetragen. In Deutschland ist die Ungleichheit in den letzten Jahren so stark wie in fast keinem anderen OECD-Land angestiegen.
Stiglitz bleibt aber bei dieser Betrachtung nicht stehen, sondern fragt sich wie es dazu kommen konnte, und verweist auf den Zusammenhang von wirtschaftlicher Ungleichheit und politischer Ungleichheit, d.h. auf den übertriebenen, aber maßgeblichen Einfluss des Kapitals auf die Gestaltung der Gesetze und der (De)Regulierung, insbesondere der Finanzmärkte.”
Orlando Pascheit
NDS

Dazu:
Buchempfehlung
Gerechtigkeit – Wie wir das Richtige tun
von Michael J. Sandel

Der Autor handelt die unterschiedlichen Theorien der Gerechtigkeit gut verständlich an konkreten Beispielen ab und zeigt Wege auf, wie die Ungleichheit, der zunehmende GAP zwischen REICH und ARM (zwischen den Menschen und den Ländern) von vorne herein vermieden werden könnte.

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