Medienkritik: Wo es die gibt?


Hier – bei den NDS, am Beispiel der Berichterstattung zu den Ereignissen in der Ukraine.

— Auszug —

Ergänzender Kommentar von AM: Auch ich fand das Interview von Frau Krone-Schmalz ausgesprochen interessant. Aber erklärt hat sie die Einseitigkeit der deutschen Medien nicht ausreichend:

Es fehlte der Hinweis auf die weiter fortgeschrittene Konzentration der Medien. Es fehlte der Hinweis auf die vielfältige Verschränkung der öffentlich-rechtlichen und der privaten Medien mit der Politik. Man kann die Einseitigkeit der Medien nicht erklären, wenn man nicht wenigstens erwähnt, wie eng Angela Merkel mit Frau Springer und Frau Mohn von Bertelsmann zusammenhängt. Und wie eng verschränkt zum Beispiel wichtige Personen beim ZDF mit dem Kanzleramt und dem Bundespresseamt sind. Es fehlte der Hinweis auf die ideologische Nähe vieler Journalisten zum Neoliberalismus und auf ihre Kreuzzugsmentalität. Es fehlte der Hinweis auf die Nähe vieler Medien zu den so genannten Eliten, zu den reichen Leuten, und deren Interessen, und zu den Meinungsmachern in den USA. In den NachDenkSeiten haben ausführlich über Studien dazu berichtet. Es fehlte der Hinweis auf den gängig gewordenen Kampagnenjournalismus. Frau Krone-Schmalz war leider auch zu vornehm, um wenigstens anzudeuten, welche Rolle Public Relations in der heutigen Meinungsbildung spielen. Sicher weiß sie, dass bei der Meinungsbildung schon zum Golf Krieg I von 1990 wie auch zum Kosovo Krieg Public Relations Agenturen eine große Rolle gespielt haben.

Aber diese Defizite sollten nicht das Urteil überlagern, dass das Interview mit Frau Krone-Schmalz ein herausragendes Ereignis in der trüben Medienlandschaft gewesen ist.

Dazu:
Private Medien als Handlanger der wirtschaftliche Interessen
SZ

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