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Die Städte verkommen u.a. im Lärm

Mehr Stille, Ruhe wünschen sich ihre Bewohner

Wie sieht die Vision einer nachhaltigen, ressourceneffizienten und klimaangepassten Stadt der Zukunft aus, die die Menschen nicht krank macht?

Stichworte:

„Nationale Plattform Zukunftsstadt“ zweier Bundesministerien
Offener Diskurs über die Gestaltung der Stadt von morgen
Wissenschaftsjahres 2015

Bericht und Empfehlungen des Wettbewerbs Zukunftstadt

Smart city – smart Citizens
Umwelteinflüsse wie Hitzeentwicklung, Lärm- und Lichtbelastung
http://www.ils-forschung.de/index.php?lang=de&s=forschungen_im_zeichen_der_stadt

Lärm als Querschnittaufgabe

Umsetzung von Maßnahmen zur Lärmminderung: Synergien durch integrierte Planung
01. – 02. September 2015 in Berlin

Die innerstädtische Lärmminderung besitzt großes Potenzial, sowohl die Lebensqualität als auch die Umweltgerechtigkeit in Städten und Gemeinden zu verbessern. Lärmaktionspläne liegen bereits für viele Kommunen vor, doch allein deren Aufstellung reduziert den Lärm nicht. Auf die Umsetzung der Maßnahmen kommt es an, aber gerade dort scheitern Kommunen häufig: Ob fehlende Finanzmittel, gegenläufige Interessen anderer Planungen oder die mangelnde Kooperationsbereitschaft weiterer Ressorts – die Gründe für eine mangelnde Umsetzung der Aktionspläne sind zahlreich.
Deutsches Institut für Urbanistik

http://www.fr-online.de/psychologie/laerm—anonymitaet-wenn-die-grossstadt-krank-macht,9563660,30085704.html

Die Bekämpfung von gesundheitsgefährdendem Dauerlärm ist laut EU-Richtlinie zur kommunalen Aufgabe geworden
Mittelbayerische Zeitung

Nachhaltigkeit im Unternehmen

Der Global Compact der Vereinten Nationen ist eine strategische Initiative für Unternehmen, die sich verpflichten, ihre Geschäftstätigkeiten und Strategien an zehn universell anerkannten Prinzipien aus den Bereichen

Menschenrechte,
Arbeitsnormen,
Umweltschutz
und
Korruptionsbekämpfung

auszurichten. Weitere Infos http://www.globalcompact.de

Dazu:

Wirtschaft und Menschenrechte
http://www.globalcompact.de/termin/2015-08-19-webinar-einf%C3%BChrung-wirtschaft-und-menschenrechte

Kostenfreie Einladung zu einem Webinar

Vom Klimawandel zur Klimakatastrophe

Seit langen Jahren, jedenfalls seit der Konferenz von Rio (1992), ist die Warnung vom Klimawandel allgegenwärtig. Doch gegen die heraufziehende globale Klimakatastrophe geschlossen zu intervenieren, zeigen sich Hirn und Wille der politischen Elite unfähig. Lieber beschäftigt sich ein jeder mit seiner nächsten Wiederwahl. Das ist so global wie die bereits in vielen Regionen festzustellende und manifeste Klimakatastrophe.
mkv

Dazu:

Folgen des Klimawandels in Deutschland deutlich spürbar
Bundesregierung legt ersten Monitoring-Bericht zu Klimawirkungen und Anpassung vor
www.uba.de

Die feige Regierung: klimatechnische Schmutzfinken

Perfide Klimapolitik der GroKo-Regierung

Es fehlt ihnen allen – der Kanzlerin, dem Vizekanzler, gefolgt von der Umweltministerin usw.usf. – der Mut, trotz ständigem Beschwören der Leerformel von den vorgeblichen EU-Werten, das für richtig Erkannte auch zu tun.

Sagen, was man denkt? Tun, was man sagt?

Dazu in Bezug zur Griechenland-Tragödie James Galbraith

“… the leaders of today’s Europe are shallow, cloistered (geistlos, weltfremd) people, preoccupied with their local politics and unequipped, morally or intellectually, to cope with a continental problem. This is true of Angela Merkel in Germany, of François Hollande in France, and it is true also of Christine Lagarde at the IMF. In particular North Europe’s leaders have not felt the crisis and do not know the economics, and in both respects they are the direct opposite of the Greeks.”

Ganz anders das jüngste Beispiel: Die Koalitionsentscheidung über das weitere Bestehen/Abschalten von Kohlekraftwerken. Unter peinlichem Verzicht auf die Kohleabgabe.

Anders als die zunächst von Gabriel ins Feld geführte Kohleabgabe, die den fraglichen Unternehmen zwar Millionen gekostet, dafür aber einen wirksamen Beitrag zur CO2-Reduzierung geleistet hätte, geht man nun den Weg der griechischen Altparteien, den Weg des geringsten Widerstands.

Immer d´ruff auf die Kleinen: die Deutschen werden für die Stilllegung der Kohlekraftwerke (als Standbye-Anlagen) Milliarden zu bezahlen haben, wobei die CO2-Einsparung kaum das Klimaziel nachhaltig stützen wird.

Erst gestern hatte der SZ-Redakteur Bauchmüller – er gäbe fürwahr einen wissenden Umwelt-Staatssekretär ab – die sich abzeichnende Malaise gerügt.

Aber: Sie wissen, was sie tun! Sie verschieben das Wichtige auf die Zeit nach der nächsten Bundestagswahl. Feigheit. Pure Feigheit. Nicht an einer Sachpolitik der Nachhaltigkeit; nur am eigenen Fortkommen (Wiederwahl) interessiert.

Glaubwürdigkeit sieht anders aus. Wieder wählbar? Nein!
mkv

Dazu:

Schmutziger Deal
Wenn die Koalition die Kohleabgabe kippen sollte, kann das die Energiewende unbezahlbar machen.
Von Michael Bauchmüller
http://www.sueddeutsche.de/politik/klimaschutz-schmutziger-deal-1.2544224

Dazu:

Der Zusammenbruch der Ordnung: Zu den Wurzeln der sozialen, ökonomischen und ökologischen Krisen
NDS

Zitat:

Wir brauchen eine Transformation, die die Tiefenstrukturen unseres Wirtschafts- und Gesellschaftssystems erfasst. In meinem Buch ging es mir darum, diesen Tiefenstrukturen auf die Spur zu kommen und herauszufinden, was uns eigentlich davon abhält, den dringend notwendigen Wandel einzuleiten. Denn an Wissen über unser dysfunktionales Finanz- und Wirtschaftssystem, den Klimawandel und die strukturellen Ursachen von Armut fehlt es ja wahrlich nicht.

(…)

“Das einzige denkbare Gegenmittel gegen diesen Tsunami von Arbeitslosigkeit und Verschuldung würde darin bestehen, gewaltige öffentliche Investitionen in Gang zu setzen, die durch eine massive Besteuerung von Vermögen und Gewinnen aus Kapitalerträgen finanziert werden, und gleichzeitig radikale Arbeitszeitverkürzungen mit Lohnausgleich durchzusetzen. Aber dagegen kämpfen die ökonomischen Eliten und ihre politischen Helfer natürlich mit aller Kraft an – und verschärfen damit die systemische Krise immer mehr. Und auch von den Nationalstaaten und ihren jeweiligen politischen Klassen ist hier nicht viel zu erwarten, da sie in der Logik einer sich zuspitzenden Standortkonkurrenz gefangen sind. Je erfolgreicher alle Akteure also ihre kurzfristigen Interessen verfolgen, desto schneller untergraben sie die Grundlagen des Systems, von dem sie selbst sich ernähren, sie sägen sozusagen am Ast, auf dem sie sitzen.”

(…)

Staatsstreich in Zeitlupe

Diese Krisen wiederum lösen schwere soziale, ökonomische und politische Verwerfungen aus. Die Kombination dieser verschiedenen Krisendynamiken bringt eine chaotische Situation hervor, die jeder Idee von „global governance“ Hohn spricht. Die Megamaschine fährt so in Zeitlupe gegen die Wand, und ihre Steuermänner drehen planlos an verschiedenen Reglern, mit denen sie am Ende alles nur schlimmer machen können.

Eine umfassende Transformation ist daher unvermeidbar, ob wir wollen oder nicht. Die Frage ist nicht, ob sie kommt, sondern lediglich, wie sie aussehen wird: Wird sie von reaktionären Kräften bestimmt, die ihre Macht und Privilegien mit allen Mitteln weiter aufrecht zu erhalten versuchen, auch um den Preis von Massenverelendung und eines ruinierten Planeten? Oder können emanzipatorische Kräfte die Krisen und Brüche nutzen, um neue Formen des Wirtschaftens und der politischen Organisation auf den Weg zu bringen?

Im Moment zeichnet sich da eher so etwas wie ein reaktionärer „Coup d’Etat der Konzerne“ ab: Mithilfe von staatlichen und suprastaatlichen Akteuren wie der EU versuchen die ökomischen Eliten, ein neues Rechtssystem zu schaffen, um die Reste demokratischer Kontrolle auszuschalten und so eine Art neofeudales Tributsystem zu errichten, das ihre Profite in einer wankenden globalen Ökonomie sichern soll.

„Investitionsschutz“-Abkommen wie TTIP sind zum Beispiel ein Baustein in dieser Strategie. Die Ausschaltung der Demokratie sowie jeder makroökonomischen Vernunft im Erpressungsspiel gegen Griechenland ist ein anderes Beispiel. Hier sollen die Profite eines eigentlich längst bankrotten Zombiebankensystems gerettet werden, indem ein ganzes Land ausgeblutet und die Zukunft der EU aufs Spiel gesetzt wird.

Immerhin gibt es aber auch Hoffnungsschimmer: Immer mehr Menschen wachen langsam auf und wehren sich gegen diesen „Staatsstreich in Zeitlupe“, wie etwa der Widerstand gegen TTIP zeigt. Aber es sind immer noch viel zu wenige.

Fabian Scheidler, Buchautor

Nichts gelernt aus der UN-Dekade?
http://www.bibb.de/dokumente/pdf/a33-nachhaltigkeit-nap.pdf

Nationale Nachhaltigkeitsstrategie
http://www.bundesregierung.de/Webs/Breg/DE/Themen/Nachhaltigkeitsstrategie/1-die-nationale-nachhaltigkeitsstrategie/nachhaltigkeitsstrategie/_node.html

Wenn das Hirnwasser zu warm wird

Einen “Vorgeschmack” auf die heraufziehende globale Erwärmung um 5-6 Grad erlebt zur Zeit Indien.

Es ist in der heutigen (27.5.) Außenansicht einem SZ-Gastbeitrag zu verdanken, der uns deutlich vor Augen führt, dass es für gemeinsame globale Gegenmaßnahmen schon fast zu spät ist.

Denn alle bis jetzt verabredeten – unverbindlichen – Maßnahmen zum anstehenden Pariser-Protokoll sind völlig unzureichend, um wirksam einer Erwärmung von 5-6 Grad bis zum Ende des Jahrhunderts vorzubeugen.

Folglich werden die extremen Wetterumstürze global zunehmen und den Menschen schrittweise die Lebensgrundlage entziehen.

Der Natur freilich kann es egal sein. “Jeder rette sich, so gut er kann!” Ach, Klimakanzlerin a.D.!
mkv

Dazu:
Universität Freiberg in Sachsen geht voran
250 Jahre – Jubiläum
100 Partnerschaften weltweit

http://tu-freiberg.de/universitaet/profil/ressourcenprofil/nachhaltigkeit/begriff-nachhaltigkeit

http://tu-freiberg.de/universitaet/profil/ressourcenprofil/nachhaltigkeit/forschung

Dazu:
Buchempfehlung
“Die Entdeckung der Nachhaltigkeit – Kulturgeschichte eines Begriffs”
Von Ulrich Grober
Kunstmann-Verlag

Interview mit dem Autor

Zitat:

Grober: Ich beziehe mich da auf eine Formulierung von Albert Schweitzer, der von der „Fähigkeit, vorauszuschauen und vorzusorgen“ sprach. Das ist für mich eine schöne Formel für Nachhaltigkeit. Und der britische Thronfolger Prinz Charles, der „grüne Prinz“, warf vor Jahren mal die Frage auf, ob nicht „tief in unserem menschlichen Geist die Fähigkeit schlummere, nachhaltig (sustainably) im Einklang mit der Natur zu leben?“ Ja, genau das ist die Frage. Aber natürlich ist Ihre Skepsis nicht unberechtigt. In den letzten zwei Jahrzehnten schwappte eine machtvolle Welle über den Globus, die in die Gegenrichtung lief. Die Jagd nach den knapper werdenden Ressourcen, nach kurzfristiger Rendite, die Gier, die organisierte Verantwortungslosigkeit wurden zur Leitkultur. Die Globalisierung im Zeichen des Dollars schien übermächtig. Aber diese Welt der Beschleunigung ist nicht lebbar, nicht lebenswert. Es ist, um dieses Wort zu verwenden, buchstäblich weltfremd, zu meinen, das könne auf Dauer so weiter gehen. Mir scheint, seit den diversen Katastrophen der letzten Jahre ist diese Welle gebrochen. Zumindest ebbt sie ab. Die neue Welle rollt an. Die UNO startet beispielsweise gerade weltweit eine neue Kampagne für „green economy“ – naturnahes, nachhaltiges Wirtschaften. Die fängt an bei den Aufforstungen in den Dürregebieten Afrikas oder den Projekten der „Barfuß“-Ökonomie in den armen Regionen Lateinamerikas. Oder nehmen Sie den Boom, der unter dem Etikett „Lohas“ in den reichen Ländern stattfindet. Ein „lifestyle of health and sustainability“, also ein gesunder und nachhaltiger Lebensstil wird mehr und mehr zum Leitbild. Man muss das nicht in allen Erscheinungsformen hochjubeln. Aber die Koppelung von „gesund“ und „nachhaltig“ finde ich wertvoll. Was gut für Leib und Seele ist, ist auch gut für die Umwelt – und umgekehrt. Hier rückt Ökologie auf einmal in den Horizont des wohlverstandenen Eigeninteresses. Und daran schließt sich die Frage an: Was brauche ich wirklich? Mit Weniger auszukommen, aber damit die Fülle des Lebens zu erfahren und zu genießen – das scheint mir der Königsweg.

Ökologischer Umbau - Diskussionsabend in München

Die Umwelt-Akademie lädt als Kooperationspartner der FÖS-Regionalgruppe München ein zum

Vortrags- und Diskussionsabend

Ökologischer Umbau, sozial gerecht – geht das? Stellschrauben für eine Trendwende im Energie- und Mobilitätsbereich

Der Mensch ist kein reiner „homo oeconomicus“ – und doch wird unser Mobilitäts- und Konsumverhalten entscheidend durch das liebe Geld beeinflusst. Fatalerweise wird ein ökologisch „korrekter“ Konsum im Vergleich umso unattraktiver, je weiter die Preise für fossile Brennstoffe in den Keller sinken. Wenn die Tankfüllung immer weniger kostet, steigt kaum noch jemand auf die Bahn um. Auch chemische Düngemittel und Pestizide sind umso billiger, je billiger Energie ist.

Hier ist nach Überzeugung von Damian Ludewig die Politik gefragt, nach dem Prinzip „Wer verschmutzt, zahlt!“ sollte man endlich höhere Steuern auf Ressourcenverbrauch und Emissionen erheben – und zwar so, dass sozial Schwächere dabei nicht über Gebühr belastet werden. Gleichzeitig gilt es, die rund 50 Milliarden umweltschädlicher Subventionen, die pro Jahr in Deutschland gezahlt werden, drastisch zu reduzieren.

Allein im Mobilitätsbereich verzerren etwa die steuerliche Privilegierung von Dienstwagen, die zu geringe Besteuerung von Diesel und die noch immer steuerfrei gestellten Flugreisen die Entscheidungen von Konsumenten und Unternehmen auf unökologische Weise und belasten zusätzlich den Staatshaushalt.

Der Vortrag zeigt Wege auf, wie sich ein solches fiskalpolitisches Umsteuern realisieren und zugleich sozial verantwortlich ausgestalten ließe.

Im Anschluss an den Vortrag sind alle Zuhörer zu einer offenen Diskussion eingeladen.

Termin: Donnerstag, 18. Juni 2015, 18.30 Uhr

Ort: Orange Bar, Green City Energy, Zirkus-Krone-Str. 10 (5. OG), 80335 München (S-Bahn-Haltestelle Hackerbrücke)

Referent: Damian Ludewig, langjähriger Geschäftsführer des FÖS e.V.

Eintritt ist frei.

Anmeldung nicht obligatorisch, aber hilfreich: per mail oder Anruf 089-360 386 85

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Andrea Hübner

Unter Federführung der FÖS-Regionalgruppe München findet diese Veranstaltung statt in Zusammenarbeit mit dem BayernForum der Friedrich-Ebert-Stiftung, Green City Energy, Green City, Mobilitätskultur und der Petra-Kelly-Stiftung.

Die Umwelt-Akademie e.V.
Gollierstr. 39
80339 München
Deutschland

http://www.die-umwelt-akademie.de

Wohin gehst du, Europa?

Antworten im Sinne einer vernetzten Welt der Nachhaltigkeit, die Mensch, Natur und Wirtschaft in ein #dynamisches# Dreieck bringen
mkv

Vier Verlinkungen

1.
Zu den Aufgaben und Möglichkeiten einer Partei der Zukunft im Europa von Morgen

http://www.die-linke.de/nc/die-linke/nachrichten/detail/zurueck/nachrichten/artikel/die-kommende-demokratie-sozialismus-20/

2.
Transformation
https://www.boell.de/de/urban-futures-2050

3.
Boell-Stiftung: Green-Lecture – Transition
https://www.youtube.com/watch?v=8xypq-zocsA

4.
Comic-Buch “Die Große Transformation. Klima – Kriegen wir die Kurve?” – Der Comic ist Teil eines wissenschaftlichen Projekts
http://trafo-comic.blogspot.de/p/blog-page_14.html

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