Kommentare

Was Journalisten tun sollten

Interview mit Prof. Sebastian Köhler
NDS

Zitat:

Mit Blick auf strukturelle Konflikte setzen Pierre Bourdieu zufolge insbesondere Journalisten im Bewegtbildbereich (TV, Online) in der Tendenz darauf, „dass es eher zu einer Konfrontation zwischen Personen (besonders Politikern) als zwischen ihren Argumenten kommt, auf Kosten dessen, was eigentlich Gegenstand der Debatte ist – das Haushaltsdefizit, die Steuersenkung oder die Auslandsverschuldung.“ Da das Wissen dieser Journalisten über die politische Welt im Wesentlichen auf persönlichen Kontakten und vertraulichen Mitteilungen beruhe (oder sogar auf Klatsch und Gerüchten) und weniger auf der Objektivität einer Beobachtung oder fundierten Recherche, neigen sie laut Bourdieu dazu, alles auf eine Ebene zu ziehen, auf der sie als Experten gelten können. Und wir kennen das bis zum Abwinken: „Stimmt die Chemie zwischen Merkel und Macron?“ oder gerne auch „Melania Trump hat ihrem Gatten beim Staatsbesuch die Hand entzogen“ bzw. Donald Trump habe gerade beim Gipfel den Premier aus Montenegro wie beim Eishockey rüde gecheckt. Das haben wir gesehen – das können wir verstehen.

Anm.: mkv

Haben Sie in diesen Tagen eine Mainstream-Zeitung bemerkt, die sich mit dem Inhalt der Rede von Frau Wagenknecht ernsthaft auseinandersetzte? War es nicht so, dass das Persönliche, ihre Angriffe gegen SPD und Grüne Gegenstand der Berichterstattung war und nicht deren Inhalt und Ursachen?

Well done, Jeremy!

Der letzte Sozialdemokrat lebt auf einer Insel

„Labour hat unter Jeremy Corbyn eine fulminante Aufholjagd hingelegt und die Buchmacher in die Verzweiflung getrieben. Trotz permanenter Attacken britischer Medienkonzerne und des Parteiestablishments. Die Sozialdemokratie kann offenbar nur mit einem sozialdemokratischen Programm und glaubwürdigen Personal Wahlen gewinnen. Davon sind wir in Deutschland leider weit entfernt.”
Quelle: Fabio De Masi

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Zum Beispiel:
Schwerste Grundrechtseingriffe
Sechs Bürgerrechtsorganisationen – Humanistische Union e.V.; Internationale Liga für Menschenrechte e.V.; Komitee für Grundrechte und Demokratie e.V.; Neue Richtervereinigung e.V.; Republikanischer Anwältinnen- und Anwälteverein e.V.; Vereinigung Demokratischer Juristinnen und Juristen e.V. – nehmen zum Gesetzentwurf der Koalitionsfraktionen zur Einführung der Online-Durchsuchung und Quellen-TKÜ im Strafverfahren Stellung. Sie kommen zu dem Ergebnis: „Es ist ein Skandal, dass die Regierung praktisch heimlich und ohne öffentliche Debatte versucht, schwerste Grundrechtseingriffe in die Strafprozessordnung einzuführen.“

oder:

Dabei stellt sogar die Europäische Kommission schwere Versäumnisse bei der deutschen Armutsbekämpfung fest: »Im Zeitraum 2008 bis 2014 hat die deutsche Politik in hohem Maße zur Vergrößerung der Armut beigetragen.«

Warum die Aufklärung nicht gewinnt

Fulminante Leserbriefe bei den Nachdenkseiten. Bitte weiterleiten!
NDS

Terroranschläge – Eine Antwort auf die Kriege des Westens?

Was sind die menschlichen Faktoren, die zu einer Radikalisierung führen und somit den Weg zu grausamen und gewaltsamen Aktionen ebenen?

Dazu:

Vortrag Albrecht Müller (2. November 2016)
NDS

Dazu:

Müllers Kritik an Politik und Medien
vom 24. Mai 2017
NDS

Stimmungsmacherin Marietta Slomka

Die Verwahrlosung der Öffentlich-Rechtlichen

“Beim ZDF beendete Marietta Slomka am Montag nach der Wahl die Berichterstattung zur NRW-Wahl mit dem Satzende „… und die Linke ist aus dem Landtag geflogen.“ Das reicht für die Stimmungsmache. Die Tatsache, dass die Linke gar nicht im Landtag war und deshalb auch nicht aus dem Landtag fliegen konnte, spielte keine Rolle. Wie bei den neoliberalen Ideologen gibt es auch bei Medien eine große Gemeinschaft, die jederzeit für eine Anti-Linken- und speziell für ein Anti-Wagenknecht-Meinungsmache zu haben ist.”
Albrecht Müller
NDS

Anm.: mkv

Nach den Pressegesetzen der Länder haben die Medien der “Demokratie zu dienen”. Vom Aufbau von Medienbarrieren im Hinblick auf z.B. die Partei Die Linke ist da, verehrte Frau Slomka, nun wirklich nichts zu lesen. Was treibt Sie an, so eine greifbare Unwahrheit mit offensichtlicher Absicht zu verkünden? Sind Sie nicht der Wahrheit verpflichtet, wonach Die Linke ihren Stimmenanteil verdoppelte – und nun jedenfalls einer Korrektur, gar einer öffentlichen Entschuldigung?

Wohlstand durch Verzicht

“Wohlstand“ durch Verzicht, Lohnkürzungen, Sozialabbau, steigende Arbeitslosigkeit, kurz: weniger Wohlstand und mehr Armut für die Massen. Die Form von „Wohlstand“, mit der sich die Deutschen seit 20 Jahren terrorisieren lassen.
Lesen Sie täglich die Nachdenkseiten!

Dazu:

Anmerkung JK:
“Auch wenn es zynisch klingt, aber war und ist es nicht das Ziel des Hartz-IV-Systems die Betroffenen faktisch zu Nicht-Existenten zu machen? Ganz im Sinne der neoliberalen Ideologie aus deren Perspektive jemand, der nicht ökonomisch verwertbar ist, keine Existenzberechtigung hat. Hier stellt sich dann zwingend die Frage, was ist das für eine Gesellschaft, die einen Teil ihrer Bürger einfach aufgibt und stigmatisiert, und sollte einem, sofern man noch über einen Funken Mitgefühl verfügt, dabei nicht die Wut packen? Natürlich betrübt es niemanden wirklich, dass diese Menschen auf die Ausübung ihres Wahlrechts verzichten, müssten diese rational betrachtet doch die LINKE wählen. Das kann die Polit- und Geldelite nicht wollen.
Und ja, auch wenn man es nicht mehr hören mag, die Hauptverantwortung dafür trägt die SPD, deren Führungspersonal weiterhin nicht müde wird zu betonen, dass diese Bürger sie nicht interessieren, denn die SPD will ja nur für die „hart arbeitende Mitte“ eintreten. Deswegen ist alles Gerede von sozialer Gerechtigkeit eines Martin Schulz, der die Agenda 2010 nie grundsätzlich in Frage gestellt hat, nichts als heiße Luft. Die nun katastrophale Schlappe bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen zeigt, dass die Bürger dieses Landes Herrn Schulz durchschaut haben. Nicht unerwähnt soll dabei bleiben, dass Hannelore Kraft ein Ziehkind des einstigen Oberneoliberalen der SPD, Wolfgang Clement, ist. Auch sie stand nicht für die Abkehr der SPD von der neoliberalen Politik, wie ihre Ablehnung einer Koalition mit der Linken verdeutlichte.
Leider ist die im Artikel geäußerte Kritik an dem Teil der Linken berechtigt, der sich lieber auf der intellektuellen Spielwiese des linksliberalen, akademisch gebildeten Juste Milieus, der Identitäts- und Genderpolitik, herumtreibt und dessen Verachtung der Unterschicht und unteren Mittelschicht teilt, als den Kampf gegen den Neoliberalismus zu forcieren. Abgesehen davon muss die Linke gerade auch vor dem Hintergrund ihres äußerst knappen Scheiterns, angeblich fehlten nur 8561 Stimmen zum Einzug in das Landesparlament, endlich die Medienbarriere gegen sie offensiv thematisieren. Allerdings sollte man nicht unbeachtet lassen, dass die LINKE ihren Stimmenanteil faktisch verdoppelt hat.”

Paradies Erde

Neues Heft erschienen – SPIEGEL WISSEN

https://de.downmagaz.com/science_magazine_deutsch/17268-der-spiegel-wissen-052017.html

Eine dro­hen­de Kli­ma­ka­ta­stro­phe, das größ­te Ar­ten­ster­ben seit dem Ende der Di­no­sau­ri­er, ver­dreck­te Luft in den Me­tro­po­len der Welt, es sieht nicht wirk­lich gut aus für un­se­ren Pla­ne­ten und für uns. Was kann ge­tan wer­den, um die Erde trotz­dem le­bens­wert zu er­hal­ten? Um Ant­wor­ten auf die­se Fra­ge ge­ben zu kön­nen, ha­ben die Au­to­ren von SPIEGEL Wis­sen mit re­nom­mier­ten Um­welt­for­schern wie dem Schwe­den Jo­han Rock­ström ge­spro­chen, der er­forscht, wann die Be­las­tungs­gren­ze der Erde über­schrit­ten ist. Sie ha­ben Um­welt­schüt­zer be­sucht, auch Fir­men in Deutsch­land, die sich der Nach­hal­tig­keit ver­pflich­tet ha­ben. Und sie be­schrei­ben, was je­der von uns tun kann, um der Na­tur und da­mit auch der Mensch­heit ein Stück weit zu hel­fen. SPIEGEL Wis­sen „Pa­ra­dies Erde“ er­scheint am Diens­tag.

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AktionBosS

Das AktionsBündnis oekologisch-soziale Stadtentwicklung gründet sein Selbstverständnis auf den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen (Art.20a GG). Und auf das Sozialstaatsprinzip (Art.20, 28 GG), das unverzichtbarer Erfolgsfaktor unserer Gemeinschaft war und ist.

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