Die Transatlantiker, die Atlanktikbrücke und andere selbsternannte Elitäre


Zum Unterschied zwischen „Government” und „Governance”

“Die langjährige Geschäftsführerin Beate Lindemann [der Atlantik-Brücke] hat das Credo dieser selbst ernannten Eliten einmal in die treffenden Worte gefasst:

„Man kann mehr erreichen, wenn man nicht in der Öffentlichkeit arbeitet.”

Demokratie ist aber ohne Öffentlichkeit gar nicht möglich. Und diese transatlantischen Elitemenschen wissen das ganz genau. Wissen, dass ihre Agenda, beispielsweise die totale Ökonomisierung Europas durch TTIP, niemals auf demokratischem Wege und öffentliche Abstimmungen durchsetzbar ist. Insofern unterminieren sie eben die Demokratie, wo immer es ihrer Agenda dient und möglich ist.”

Quelle:
“Die Demokratie im Visier”
Interview der NDS mit Hermann Ploppa, dessen neuestes Buch lautet:

DIE MACHER HINTER DEN KULISSEN

Zitate aus dem Interview:

Frischzellenkur für USA durch TTIP

“Mit der weltweiten Durchsetzung des Marktradikalismus wurde diese Tendenz dann auch noch künstlich verstärkt, indem Nationalstaaten planmäßig verarmt und ausgehungert wurden. Die globale Machbalance hat sich in den letzten vierzig Jahren inzwischen dramatisch zu Ungunsten der Nationalstaaten verschoben.

Immer deutlicher wird auch die Tendenz des globalisierten Kapitalismus zur Zentralisierung: Strukturen an der Peripherie werden durch so genannte Freihandelsabkommen zerstört, obwohl sie eigentlich optimal funktionieren. Durch das Freihandelsabkommen NAFTA wurde beispielsweise die mexikanische Landwirtschaft weitgehend zerschlagen. Die mexikanischen Bauern arbeiten jetzt als illegale Billiglohnarbeiter in der US-amerikanischen industriellen Landwirtschaft. Mit dem eingefädelten „Frei“-Handelsabkommen TTIP droht Europa nun dasselbe Schicksal. Die Kräfteverhältnisse zwischen den geeinten USA und dem zerstrittenen Europa lassen keinen anderen Schluss zu. Die USA, die in einer schweren strukturellen Krise stecken, gönnen sich mit TTIP quasi eine Frischzellenkur.”

Wer hat das Sagen: La Merkel, die vorgeblich mächtigste Frau der Welt, und vielleicht mit ihr Le President Hollande?

“Und als im Frühjahr 2013 Frau Merkel den französischen Präsidenten Francois Hollande und den damaligen Präsidenten der Europäischen Kommission José Manuel Barroso ins Kanzleramt zitierte, saßen dort bereits 15 Herren aus dem European Round Table und hatten eine Wunschliste mitgebracht. Diese wurde sodann von einer regierungsamtlichen französisch-deutschen Arbeitsgruppe eins zu eins abgeschrieben und als Regierungshandeln der Öffentlichkeit präsentiert.

Damit die Abgeordneten des Europaparlaments in Straßburg auch mitgenommen werden auf dem TTIP-Boot, gibt es für diese Klientel das Transatlantic Policy Network. Hier bearbeitet der Bertelsmann-Lobbyist Elmar Brok seine Parlamentskollegen für TTIP. Oder der grüne EU-Abgeordnete Rainer Bütikofer. Oder auch, das wird manche überraschen, der frühere Umweltaktivist Jo Leinen.”

Dazu: Zur Erinnerung

Lehrstunde aus Der Anstalt
ab 1:30 Minute
https://www.youtube.com/watch?v=5_c2-Yg5spU

Dazu:

Atlantik-Brücke mit dem Vors. Friedrich Merz
http://de.wikipedia.org/wiki/Atlantik-Br%C3%BCcke

http://de.wikipedia.org/wiki/Council_on_Foreign_Relations

European Council on Foreign Relations
http://www.ecfr.eu/article/commentary_ecfr_in_berlin

Dazu:

Kampf dem TTIP:Transatlantic Trade and Investment Partnership

Offener Brief von 375 Eu-weiten Organisationen an die EU-Parlamentarier, also auch an Leinen und Büttikofer, pdf

Ihr Kommentar

Kommentarfunktion für diesen Artikel geschlossen

Inhalt

Links

RSS Feeds

Suche