Brüssel und Berlin: Die Anrichter


Was die EU-weite, neoliberale Agenda bis heute bei der griechischen Bürgerschaft angerichtet hat, ist erhellend dokumentiert in einem Disput auf den Nachdenkseiten:

Zitat:

Die Krisenpolitik der Troika und der EU ist gescheitert. Griechenland hat das massivste Reform- und Sparprogramm absolviert, dass jemals in Friedenszeiten dokumentiert worden ist, und dieses „Rettungsprogram“ hat die griechische Wirtschaft zerstört. Ein Einburch des BSP um 25% – nachzuvollziehen zum Beispiel auf dem hier gerne zitierten flassbeck-economics – und eine Steigerung der Staatsschuldenquote von lauen 110% auf netto geschätzten 175% des BIP – das nehm ich mal von wikipedia weil ich gerade nichts anderes zur Hand habe – während der Troika-Rettungspolitik geben nur eine vage aber trügerische erste Vorstellung von den realen Lebensbedingungen in Griechenland. Wenn man sich aber die Zahlen zur Arbeitslosigkeit oder gar zur Jugendarbeitslosigkeit ansieht, wenn man beobachtet wie die medizinische Versorgung zusammenbricht, die Kindersterblichkeit in den Blick nimmt, oder einfach nur entsetzt zur Kenntnis nimmt, dass Renten wohl bald nicht mehr ausgezahlt werden können, das eine Arbeitslosenhilfe, die den Namen verdient nie wirklich existiert hat und die Reste davon jetzt zusammenbrechen, und das sogar Hunger (nicht relative Armut – Hunger!!) für Griechen wieder eine große Rolle spielt, von Wohungsnot ganz zu schweigen, dann ist vielleicht nachvollziehbar, warum die Formulierung „hat die griechische Wirtschaft zerstört“ durchaus gerechtfertigt ist.

Leserbriefschreiber S.D.

Quelle: http://www.nachdenkseiten.de/?p=26431

Anm.: mkv

Zur Wortmeldung der grünen Frau Roth (auch Vizepräsidentin des BTags) die griechische Aufrüstung betreffend:

Von welchem Land hat Griechenland 350 modernste Leopard-2-Panzer gekauft? Panzer, die noch heute (zehn Jahre nach dem Ankauf) über keine Munition verfügen? Man weiß nicht wirklich, ob man lachen oder weinen soll oder einfach nur Lust hätte, den großen Besprechungstisch im Kanzleramt mal richtig mit zorniger Faust zu bearbeiten, was nichts hülfe – aber jedenfalls die dort tagende Routine-Runde wach rütteln würde in der Hoffnung vielleicht, Papst Gregor dem Großen gerecht zu werden, der gesagt haben soll: “Die Vernunft kann sich mit größerer Wucht dem Bösen entgegenstellen, wenn der Zorn ihr dienstbar zur Hand geht.”

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