Programm (Auszug)


Das AktionsBündnis oekologisch-soziale Stadtentwicklung (AktionBosS) gründet sein Selbstverständnis auf den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen (Artikel 20 a GG). Und auf das Sozialstaatsprinzip (Artikel 20, 28 GG), das unverzichtbarer Erfolgsfaktor unserer Gemeinschaft war und ist.

Diese beiden Verfassungsgrundsätze begründen das internationale Handlungsgebot der Nachhaltigkeit, welches u.a. im UN-Aktionsprogramm Agenda 21 und Regensburger Stadtentwicklungsplan 2005 seine Konkretisierung erfahren hat. Handeln wir danach! Es ist unsere generationsübergreifende Verpflichtung, bei allen zu treffenden Entscheidungen den rechten Maßstab unseres Tuns und Unterlassens aus diesen Geboten und Prinzipien zu ziehen. Der auschließlichen, meist auf kurzfristige Ziele ausgerichteten Ökonomisierung des Lebens und der verantwortungslosen Ausbeutung der Natur ist entschlossen entgegen zu treten. Seit ungefähr 20 Jahren ist uns allen klar, dass wir die wirtschaftliche und soziale Entwicklung in Einklang mit der Natur bringen müssen. Die ´nachhaltige Entwicklung` ist seitdem ein internationales, nationales und kommunales (Stadtentwicklungsplan 2005) Ziel. Aber trotz gigantischer Weltkonferenzen ( UNO-Konferenz über Umwelt und Entwicklung von Rio de Janero, 1992 - Die Johannesburg-Konferenz, 2002), trotz viel versprechender auch kommunaler Erklärungen und Programme ist das Ziel noch weit entfernt und scheint sich immer weiter zu entfernen.

Wer erinnert sich nicht an die jüngst gegen den ausdrücklichen Willen der Bürgerschaft am Unteren Wöhrd errichtete Baumaßnahme? Während dieser Eingriff in das grüne Weltkulturerbe nicht verhindert werden konnte, formiert sich nun in der Bevölkerung ein vieltausendfacher, wirkmächtiger Widerstand gegen die Ignoranz der Verwaltungsspitze, doch tatsächlich ohne jegliche Beteiligung der Bevölkerung eine substantielle, nicht reparable Zerstörung des Gesamtkomplexes St. Emmeram zu genehmigen. Dieser nur als frevelhaft zu bezeichnende Eingriff in das Gesamtdenkmal, in den ´Garten der Ressource`, in das europäische Kulturgut ersten Ranges muss und wird alle Welterbe-Schützer auf den Plan rufen. Beide mit dem Handlungsgebot der Nachhaltigkeit nicht in Einklang stehenden und hier nur beispielhaft aufgeführten Eingriffe in das Welterbe der Menschheit beweisen:

  1. Die politische Führung der ehedem freien Reichsstadt liegt derzeit nicht in guten Händen.
  2. Der Wille der Bürgerschaft, angehört und ´nachhaltig` beteiligt zu werden, wird ignoriert.
  3. Investoren bestimmen die - nicht nachhaltige - Entwicklung der Stadt Regensburg.

Die Mitglieder des AktionBosS wenden sich gegen eine derartige verantwortungslose Politik, die u.a. den Zielen des von den Bürgern gemeinsam erarbeiteten Stadtentwicklungsplans 2005 zuwiderläuft. Sie rufen alle Männer und Frauen dieser Stadt auf, einer solchen Politik ihren gemeinsamen, entschlossenen Widerstand entgegen zu setzen.

Das AktionBosSplädiert für eine gesellschafts- und parteiübergreifende Vernetzung der Bürgerschaft. Für eine Bürgerschaft, die eine Stadtentwicklung im Einklang mit der Natur fordert, eine Bürgerschaft, die sich schützend vor ihr kulturelles Erbe stellt und nach ihrem Selbstverständnis und ihrer Selbstverständigung aus ihrer Mitte ihren eigenen Oberbürgermeister- Kandidaten bestimmt, der sich diesen vorstehenden Zielen verpflichtet weiß.

Für das AktionBosS Dr. Harry Camin, Manfred Veits, Von-der-Tann-Straße 32, 93047 Regensburg, 0175-16 299 60

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